Wienwoche im Rahmen von Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP)

Eine Gruppe von Menschen steht an einem bewölkten Tag in der Nähe des Sockels einer hohen Windkraftanlage und betrachtet die Informationstafeln neben der Anlage in einer offenen Landschaft.

30. Januar 2026

Internationale Studierende arbeiteten eine Woche lang gemeinsam an einem praxisnahen Windenergieprojekt. Im Mittelpunkt standen Austausch, angewandte Forschung und interkulturelle Zusammenarbeit.

Ende November 2025 fand an der FH Technikum Wien erneut die Wienwoche des BIP „Cooperative International Student Project (CIP)“ statt – ein intensives, internationales Lehr- und Austauschformat, das Studierende und Lehrende aus mehreren europäischen Partnerhochschulen zusammenbringt. Dieses Jahr begrüßten wir wieder Teilnehmer*innen von Lapland University of Applied Sciences (LUAS), Universidade de Trás-os-Montes e Alto Douro (UTAD) und der FH Technikum Wien (FHTW). Das BIP wird von der FHTW im Rahmen des Studienganges Erneuerbare Energien der Fakultät für Industrial Engineering gemeinsam mit den genannten Partnerhochschulen aus Finnland und Portugal organisiert.

Die Woche bot eine abwechslungsreiche Kombination aus fachlichem Input, Workshops, Exkursionen und kulturellen Aktivitäten – eine ideale Mischung, um Wissen aufzubauen, internationale Zusammenarbeit zu stärken und Wien als Innovationsstandort erlebbar zu machen.

Eine Gruppe von Personen, die zusammenpassende lila T-Shirts tragen, posieren gemeinsam auf einer Treppe in einem Innenraum und lächeln in die Kamera. Die Gruppe scheint sowohl aus Männern als auch aus Frauen unterschiedlichen Alters zu bestehen.


Der Schwerpunkt des Projekts liegt wieder auf der Windenergie, insbesondere auf dem Savonius-Rotor – eine Windkraftanlage mit vertikaler Achse. Der Savonius-Rotor, benannt nach dem finnischen Ingenieur Sigurd Savonius, ist bekannt für sein einzigartiges Design, das einen effizienten Betrieb auch bei turbulenten oder häufig wechselnden Windverhältnissen erlaubt. Diese Anpassungsfähigkeit macht ihn für verschiedene Anwendungen geeignet und besonders wertvoll für dezentrale Energieerzeugung, die besonders geeignet ist für Situationen, in denen Windrichtungen unvorhersehbar sind, wie etwa in städtischen Umgebungen mit komplexen Windmustern aufgrund von Gebäuden und deren Strukturen. Daher wird diese Art der Energieerzeugung häufig in netzunabhängigen Szenarien und kleinen Windenergieprojekten eingesetzt.

Im Rahmen des Projekts wurden im Vorfeld der Präsenzwoche in Wien verschiedene Konfigurationen des Savonius-Rotors im 3D Printing Laboratory der Lapland UAS hergestellt, welche dann in Wien Ende November im Windkanal der FHTW in der EnergyBase ausführlich getestet wurden.

Exkursion zum Energiepark Bruck / Leitha

Während der Präsenzwoche in Wien hatten die Studierenden-Teams neben dem Testen der Rotoren nicht nur die Möglichkeit Workshops zum Thema Präsentieren in englischer Sprache zu besuchen, sondern auch Zeit an den Projektpräsentationen sowie an den Zwischenberichten zu arbeiten. Begleitet wurde die Wienwoche außerdem durch eine Exkursion zum Energiepark Bruck/Leitha, wo die Studierenden ein Windrad mit integrierter Aussichtskanzel besichtigten. Eine Stadtführung und ein gemeinsames Abendessen rundeten das Programm ab.

Eine Gruppe von Menschen steht an einem bewölkten Tag in der Nähe des Sockels einer hohen Windkraftanlage und betrachtet die Informationstafeln neben der Anlage in einer offenen Landschaft.

Rotoren auf effiziente Lösungen zum Laden einer Batterie getestet

Im Januar 2026 wurden im Rahmen des Studierendenprojekts zudem die verschiedenen Rotoren an der UTAD in Portugal aus Sicht der Energieerzeugung auf effiziente Lösungen zum Laden einer Batterie getestet. Dabei wurden verschiedene Systeme zur Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie untersucht.


Das Studierendenprojekt wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr wieder abgehalten werden. Das Projekt ist für Studierende besonders interessant, die keinen längeren Auslandsaufenthalt aus beruflichen oder privaten Gründen absolvieren können, aber trotzdem internationale Erfahrung sammeln möchten.

Weiterführende Informationen:

Internationales Studierendenproject (CIP) wird zu Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP): Schwerpunkt des Projekts liegt auf Windenergie

Internationales Studierendenproject CIP holt einen dritten Partner ins Boot

International Office – FH Technikum Wien

Ein blaues Rechteck mit der Flagge der Europäischen Union mit gelben Sternen in einem Kreis auf der linken Seite und dem Text 'Co-funded by the European Union' in Blau auf der rechten Seite.