Interoperable Anwendungen & Systeme

Interoperabilität beschreibt, in welchem Ausmaß Systeme, Produkte oder Komponenten Informationen austauschen und in weiterer Folge nutzen können. Speziell die „Nutzung“ der zuvor ausgetauschten Information ist heutzutage eine wichtige Anforderung, da dies die Unterstützung durch softwarebasierte Systeme ermöglicht. Nur durch diese Unterstützung ist es möglich, dass Anwender*innen effizient die stetig wachsende Menge an zur Verfügung stehenden Informationen verarbeiten können.

Im Kompetenzfeld Medical Engineering & Integrated Healthcare steht die Interoperabilität von Softwaresystemen und Applikationen im medizinischen und pflegerischen Umfeld im Vordergrund. Österreichische Softwareumsetzungen wie zum Beispiel die elektronische Gesundheitsakte ELGA zum Bereitstellen von Befunden und Informationen hinsichtlich Medikation oder Impfungen sind hier zu nennen. Nationale und internationale Standards zur Interoperabilität (z. B. IHE, HL7FHIR) bilden eine weitere Basis für die Integration heterogener Systeme.

Der Themenbereich umfasst die Analyse, Konzeption und Bewertung von interoperablen Informationsarchitekturen und Datenflüssen in Gesundheitssystemen sowie die Integration von telemedizinischen Anwendungen (Tele-Health, Tele-Consultation, Telemonitoring), die patient*innenzentrierte Versorgung auch außerhalb traditioneller Versorgungsstrukturen ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf öffentlichen Gesundheitsdatenräumen – etwa dem European Health Data Space – die eine datenschutzkonforme und standardisierte Nutzung medizinischer Daten für Versorgung, Forschung und Gesundheitsmanagement fördern. In diesem Zusammenhang wird auch die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data-Analysen in interoperable Systeme untersucht, um durch intelligente Verknüpfungen von Daten neue Erkenntnisse zu gewinnen. Die Arbeit erfolgt stets unter Berücksichtigung der geltenden Regulative, Normen und ethischen Rahmenbedingungen.

In der Lehre wird Interoperabilität explizit thematisiert: Im Bachelorstudium Biomedical Engineering erwerben Studierende Grundlagen der medizinischen Informationsverarbeitung, Telemedizin und medizinischer Informationssysteme, u.a. als Teil der Vertiefungsrichtung Medical Imaging & Data Engineering. Im Masterstudium Medical Engineering & eHealth sind IT-, Netzwerk- und Informationssysteme, einschließlich der Bewertung und Auswahl von Interoperabilitätsstandards sowie der Planung und Integration regiona­ler und nationaler eHealth-Infrastrukturen, explizite Inhalte des Lehrplans.

Aktuelle Projekte

in denen das Kompetenzfeld beteiligt ist:

Involvierte Bereiche

Involvierte Forschungsschwerpunkte

Ansprechpartner im Kompetenzfeld

FH-Prof. Matthias Frohner, PhD, MSc

Senior Lecturer/Researcher
International Coordinator

+43 1 333 40 77-6227matthias.frohner@technikum-wien.at
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