3D-Druck, VR und Ergonomie: Praxisreiche Woche für Masterstudierende in Bergamo

24. Juni 2026
Studierende aus Gesundheits- und Rehabiliationstechnik berichten vom Erasmus+ geförderten Blended Intensive Program in Italien.
Acht Studierende im zweiten Semester des Master-Studiengans Gesundheits- und Rehabilitationstechnik berichten vom Erasmus+ geförderten Blended Intensive Programme (BIP) in Bergamo. Im Zentrum standen „Human Safety“ und „Engineering Solutions for Human Centered Applications”.
Online-Phase und Vorbereitung
Das Blended Intensive Programme begann am 27.02. mit einer Online-Kick-off-Veranstaltung. Nach einem Überblick über die teilnehmenden Universitäten, das Programm und die Projektthemen wurden wir den internationalen Projektgruppen zugeteilt. In den Wochen danach fanden erste Online-Treffen mit den Betreuenden statt, bei denen wir unsere Projektideen besprachen und die weitere Vorgehensweise planten. Von 13.04. bis 17.04. fand die Virtual Study Week statt. Die Inhalte der Online-Vorlesungen dienten als Grundlage für die weitere Projektarbeit und wurden anschließend durch kurze Mini-Quizzes überprüft. Parallel hatten wir noch eine „Mission Impossible“ zu meistern: Während dieser Online-Phase lösten die Gruppen kreative Aufgaben, wie das Anpassen eines italienischen Rezepts oder die Planung eines gemeinsamen Urlaubs, um uns vorab besser kennenzulernen. Nach der Virtual Study Week arbeiteten wir unser Projektkonzept in regelmäßigen Online-Meetings weiter aus.
Die Präsenzwoche in Bergamo
Die Präsenzphase fand vom 08.06. bis 12.06. in Bergamo statt. Nach der Begrüßung, einer Campusführung und einer kurzen Einführung in das Wochenprogramm lernten wir die anderen Studierenden und LektorInnen persönlich kennen. Den Großteil der Woche verbrachten wir mit der Arbeit an unseren Projekten. Im Vergleich zur Online-Phase funktionierte die Kooperation vor Ort deutlich einfacher und effizienter, da Entscheidungen direkt getroffen werden konnten. Während der Präsenzwoche besuchten wir zudem verschiedene Labore und Workshops. Im Bereich 3D Modelling und Additive Manufacturing wurde uns ein spezieller 3D-Drucker für biologisches Gewebe gezeigt, und wir modellierten mit der Software 3D Slicer einen Gehirntumor. Im Workshop zu Virtual Reality und Motion Capture konnten wir VR-Anwendungen testen und im Bereich Ergonomics praktische Systeme zur Bewegungsanalyse kennenlernen. Bei unserem Besuch im Innovationspark Kilometro Rosso bekamen wir eine Führung und hörten Vorträge über „Organs on a Chip“ sowie verschiedene Robotikprojekte.
Kulturprogramm und Abschluss
Während der Präsenzwoche in Bergamo wurde auch die „Mission Impossible“ mit neuen Aufgaben fortgesetzt. Dazu gehörten das Entwerfen eines Kleidungsstücks mit integriertem Fallschutz, die Suche nach der günstigsten Margherita-Pizza sowie das Finden eines Ortes mit hohem Sturzrisiko, was eine abwechslungsreiche Ergänzung zur Projektarbeit bot. Am Ende der Woche machten wir eine gemeinsame Tour durch die Città Alta, um die Altstadt zu erkunden. Anschließend fand das Closing Dinner im Circolino Restaurant statt, bei dem wir die Woche in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen konnten. Am letzten Tag präsentierten alle Gruppen ihre Projektergebnisse. Insgesamt ist das Erasmus+ BIP eine sehr interessante Erfahrung gewesen, da sowohl die fachliche als auch die persönliche Weiterentwicklung im Mittelpunkt standen. Die Kombination aus Online-Phase und Präsenzwoche hat gut funktioniert und ermöglichte uns eine flexible Vorbereitung sowie eine intensive Zusammenarbeit vor Ort.

