Austausch: Data Spaces konkret für Umsetzer*innen

14. Juli 2025
Europäische Datenräume von Gesundheit bis digitaler Produktpass und KMU – ein Austauschtermin an der FH Technikum Wien vernetzte verschiedene Domänen.
Am 10. Juni lud die FH Technikum Wien zur hybriden Infoveranstaltung „Data Spaces konkret für Umsetzer*innen“.
Vizerektor Stefan Sauermann startete mit einem Überblick zum Status der europäischen Datenräume. Mit dem European Interoperability Framework existiert bereits ein starkes Modell, das die unterschiedlichen Ebenen von der technischen Umsetzung bis hin zum gesetzlichen Rahmen beinhaltet. Der European Health Data Space als erster Datenraum, der nach diesen Prinzipien gestaltet wurde, soll Patient*innen und Gesundheitsdienstleister*innen dienen und Daten beispielsweise auch für die Forschung nutzbar machen. 2029 soll der EDHS voll anlaufen.
Schon seit 2005 in Betrieb ist der österreichische Datenraum im Rahmen der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA. „Hier haben wir es mit einem Datenraum im Vollbetrieb zu tun“, sagte Sauermann. Bislang gab es 2,5 Milliarden Patient*innen-Kontakte in ELGA, am bisherigen Rekordtag 2023 mehr als eine Million an einem einzigen Tag.
Auf ELGA als Beispiel für Primary Use folgte mit IDERHA ein Beispiel für Secondary Use. Lukas Rohatsch gab Einblicke in dieses von der Europäischen Union geförderte Projekt. Hier steht im Zentrum die großvolumige Datenanalyse auf Basis der Europäischen Datenräume. Als Public Private Partnership sind sowohl wissenschaftliche Institutionen wie Fraunhofer und Hochschulen wie die FHTW als auch große Konzerne aus der Gesundheitsbranche vertreten.
Matthias Frohner stellte das Thema Interoperabilität im Energiesektor vor. Hier wurde im Rahmen von Forschungsprojekten an der FHTW begonnen, das Toolset aus dem Medizinbereich zu übertragen. Anwendungsfall waren und sind Energiegemeinschaften, in denen schließlich unterschiedliche Komponenten miteinander kommunizieren sollen. Mit dem von der FFG geförderten Projekt ISEG Integrating the Energy Community Systems läuft hier seit kurzem ein Folgeprojekt.
Margit Kranner vom Austrian Institute stellte kurz im Kontext der europäischen Initiative GAIA X einige Herausforderungen vor, die ein Datenraumdemonstrator für ein Projekt zu Batterieproduktpässen mit sich brachte.
Hannah Engel präsentierte die Data Intelligence Offensive, einen Verein zur Förderung der Datenwirtschaft, der sich ebenfalls der intelligenten Nutzung von Daten innerhalb des europäischen Werterahmens verschrieben hat.
Tobias Hofer vom Softwareunternehmen nexyo gab Einblicke in bottom-Up-Initiativen und die Möglichkeiten, das Konzept der Data Spaces auf Kleine und Mittlere Unternehmen auszurollen.
Aufzeichnung der Veranstaltung

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