Blended Intensive Programme: „Technology in a Smart Society“ 2026 bringt internationale Studierende zusammen

08. Juli 2026
Das Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) „Technology in a Smart Society“ ging 2026 in die nächste Runde: 27 Studierende aus Österreich, Finnland und den Niederlanden arbeiteten im Sommersemester in internationalen Teams an Technologien für eine „smarte“ Gesellschaft.
Die Bandbreite reichte von Systemen zur Personenortung hinter Wänden – hilfreich etwa nach Erdbeben – bis zu einer App mit sensorgestützter Pflanzenpflege. Die Projekte zeigten eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in internationaler Zusammenarbeit steckt.
Von 9. bis 13. März bildete die Kick-Off-Woche den Auftakt des BIP im finnischen Rovaniemi. Die Lektoren Michael Schebek und Cedric Steininger von der FH Technikum Wien sowie Franco van Gastel von der Fontys UAS (Eindhoven, NL) machten sich mit ihren Studierenden auf den Weg in den hohen Norden, wo Ideen keine Ländergrenzen kannten. Bei tiefster Winterstimmung wurden die Reisenden von Tommi Kokko und Toni Westerlund an der Lapin AMK begrüßt. Zu Beginn stand Teambuilding auf dem Programm: In den Duplo-Masters gestalteten die frisch geformten Gruppen mit Kreativität und Humor den “perfekten Roboter“ und erweckten Ideen für gesellschaftlich orientierte Systeme spielerisch zum Leben. Selbstverständlich durften ausgefallene Teamnamen nicht fehlen: Wavy Whales, DAS 501, FenixTech, M8’s und BeerBus waren geboren – und bereit für Projekte.
Zur Vorbereitung gab es praxisnahe Workshops: In Mechatronik wurden Aktorik-, Sensorik- und Mikrocontroller-Basics für einfache Systeme trainiert. Node-RED vermittelte schnelle IoT Prototyping-Workflows. Ein Jetson-Workshop zeigte Leistung und Anwendungen von KI am Gerät, ein Bildverarbeitungs-Workshop führte in maschinelles Sehen ein. Zusätzlich wurden Konzepte des Digitalen Zwillings als Brücke zwischen realer und virtueller Welt behandelt. Die Inspirationssession „What is a Smart Society?“ half, Projektideen zu schärfen, Betreuer zu finden und die Arbeitspläne zu definieren.
Auch kulturelle Erlebnisse kamen nicht zu kurz. Ein von finnischen Studierenden organisiertes Bogenschießen, ein Besuch im Arktikum Museum zur Geschichte und Umwelt Lapplands sowie ein Abstecher ins Santa Claus Village am Polarkreis sorgten für unvergessliche Eindrücke. Ein gemeinsames Abendessen stellte den Abschluss des Kick-Offs dar, was gleichzeitig den Beginn der virtuellen Projektphase einläutete. Mit individuellen Schwerpunkten, intensivem Kontakt zur Betreuungsperson und regelmäßigen Onlinemeetings – inklusive immer wiederkehrender Verwirrung über Zeitzonen – setzten die Teammitglieder Teile ihrer Systeme an der eigenen Hochschule um.
Von 18. bis 22. Mai war es dann so weit: Die Wrap-Up-Woche des BIP startete an der FH Technikum Wien. Nun galt es, die Teilsysteme zusammenzusetzen, den letzten Feinschliff zu tätigen und zu testen, was das Zeug hält. Arbeitsphasen von früh bis spät – ob im Labor oder im eigenen Hotelzimmer bis in die frühen Morgenstunden – schweißten die Studierenden zusammen und sorgten für den richtigen Projektspirit. Abwechslung brachte eine Stadtführung von Eugene Quinn, der durch das Zentrum Wiens führte und stets einen spannenden Fun-Fact auf Lager hatte. Am Freitag präsentierten die Teams ihre Ergebnisse. Publikumsmagnet waren zwei WLAN-basierte Personentracking-Systeme, ein Software-gestütztes Waldbrandfrüherkennungssystem, ein autonomer Reinigungsroboter für PV-Module sowie künstlerisch gestaltete Pflanzensensoren mit App-Anbindung und KI-gestützter Pflegeberatung.
Das BIP „Technology in a Smart Society“ wird seit mehreren Jahren von der FH Technikum Wien, der Lapin AMK und der Fontys UAS durchgeführt. Blended Intensive Programmes – gefördert durch Erasmus+ – verbinden eine kurze physische Mobilität mit einer virtuellen Phase und schaffen so die Möglichkeit, internationale Lernerfahrungen flexibel zu gestalten. Das Ziel ist es, Studierende verschiedener Länder und Disziplinen zusammenzubringen, ihnen innovative Lehrformate anzubieten und die Zusammenarbeit in internationalen Teams zu fördern. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Sabine Frank, die zuständige Koordinatorin des International Office der FHTW, unter short.term.mobility@technikum-wien.at oder besuchen Sie unsere Website.
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