Erkundung von Konzepten der Kreislaufwirtschaft im Vienna ClimateLab

Fünf Personen stehen um einen Tisch mit verschiedenen Gegenständen und Informationsmaterial. Vier hören aufmerksam einer Frau in einem gemusterten Kleid zu, die in einem modernen Innenraum etwas zu erklären scheint.

15. April 2026

Ein Bericht von Studierenden über einen Co-Creation-Workshop im Rahmen des RURBANIVE-Projekts (EU-Horizon).

Der folgende Bericht wurde von Studierenden des Bachelor-Studiengangs Nachhaltige Umwelt- und Bioverfahrenstechnik verfasst. Sie nahmen im Rahmen des EU-Horizon-Projekts RURBANIVE (Rural Urban Synergies) während ihres Kurses bei Dozentin Christine Bertl an dem Workshop teil.

Am 11. März 2026 nahmen wir im Rahmen des Kurses „Trends in der Umwelttechnik“ am „Circular Economy Experience“-Workshop in Wien-Spittelau teil. Bei Ankunft im ClimateLab wurden wir von den Workshopleitern von BioBASE und alchemia-nova begrüßt, gefolgt von einer kurzen Vorstellungsrunde und einem Überblick über das Programm.

Anschließend wurden wir in fünf Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe erhielt die Aufgabe, ein Konzept für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu entwickeln, am Beispiel der Verwertung von Brotüberschüssen aus Bäckereien. Innerhalb unserer Gruppe übernahm jede*r Teilnehmer*in eine bestimmte Rolle, beispielsweise die eines Bäckereibesitzers, einer Vertreterin der Stadt Wien, einer Landwirtin, eines Gemeindevertreters oder eines Finanzierungspartners.

Unterschiedliche Rollen, unterschiedliche Perspektiven

Zu Beginn der Übung brachte jede Rolle ihre individuellen Interessen und

Bedenken. Wir fanden diesen Teil besonders interessant, da schnell deutlich wurde, wie unterschiedliche Prioritäten Entscheidungsprozesse beeinflussen können. Die anschließenden Verhandlungen konzentrierten sich darauf, ein tragfähiges System für Logistik und Finanzierung zu finden, das alle Beteiligten zufriedenstellt und sicherstellt, dass keine Partei Verluste erleidet. Dies erwies sich als eine ziemliche Herausforderung, da Kompromisse eingegangen werden mussten, während gleichzeitig eine nachhaltige Lösung angestrebt wurde.

Nach der Verhandlungsphase stellte ein Vertreter jeder Gruppe die Ergebnisse vor. Dies ermöglichte es uns, verschiedene Ansätze zu vergleichen und Einblicke in alternative Lösungen zu gewinnen, die von den anderen Gruppen entwickelt wurden.

Circular Pizza Brunch

Im Anschluss an die Gruppenarbeit nutzten wir eine von den Organisatoren entwickelte App. Mit unseren Smartphones sammelten wir Objekte zum Thema Kreislaufwirtschaft und beantworteten einen Fragebogen zur Bewertung der Workshop-Struktur und -Inhalte. Dieses interaktive Element machte die Erfahrung ansprechender und trug dazu bei, die zuvor besprochenen Konzepte zu festigen.

Im letzten Teil des Workshops stellte Dozentin Christine Bertl ihr „Circular Pizza“-Brunch-Konzept vor, bei dem es darum geht, altes Brot in Pizzateig zu verwandeln. Außerdem weitere innovative Ideen zur Verarbeitung von Lebensmittelüberschüssen zu neuen Produkten vor. Der Workshop endete mit einer Verkostung der Pizza, die ich persönlich sowohl kreativ als auch sehr genussvoll fand.

Insgesamt war der Workshop äußerst informativ, interaktiv und inspirierend. Er lieferte wertvolle Einblicke in die praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Modellen der Kreislaufwirtschaft und zeigte, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren für nachhaltige Lösungen unerlässlich ist.

Eine Gruppe von Menschen sitzt an Tischen in einem modernen Innenraum und hört einer Frau zu, die an der Stirnseite neben einer projizierten Leinwand spricht. Einige Leute essen gerade, und die Atmosphäre wirkt locker und engagiert.
Auf einem geschwungenen Tisch stehen Gläser, Flaschen, Messer, Papiere, Lebensmittel und gerahmte Fotos in einem schwach beleuchteten Raum. Im Hintergrund stehen Kaffeemaschinen und weitere Küchenutensilien.
Eine Frau in einem farbenfrohen Kleid steht hinter einem Tisch, auf dem verschiedene Gegenstände und Informationsmaterialien ausgestellt sind, während vier Personen aufmerksam zuhören. Es scheint sich um eine Indoor-Veranstaltung oder -Ausstellung mit modernem Dekor zu handeln.