Exkursion zu nachhaltiger Energie nach Bruck an der Leitha

05. Oktober 2026
Eine Gruppe von acht Student*innen und einer Lektorin der Fachhochschule Technikum Wien traf sich zu einer Exkursion zu nachhaltiger Energie nach Bruck an der Leitha. Die dreistündige Führung mit Hannes Raser beinhaltete die Besichtigung einer Biogasanlage, eines Sonnenfeldes und eines Windrades. Dieser Bericht wurde von der Schülerin Emilie verfasst, die die Gruppe bei der Exkursion begleitete.
Am 19. 09. 2026 traf sich eine Gruppe von acht Studierenden und einer Lektorin der Fachhochschule Technikum Wien vor dem Universitätsgebäude und wurde anschließend mit einem Bus zum Energiepark in Bruck an der Leitha gebracht. Dort empfing sie Hannes Raser, der neben einem Biolandwirtschaftsbetrieb auch maßgeblich bei der Errichtung des Energieparks beteiligt war, bei der Biogasanlage. „Eine Biogasanlage ist wie eine riesige Kuh aus Beton“, so Hannes Raser In einer Biogasanlage werden organische Materialien, wie zum Beispiel Lebensmittelreste, mithilfe von Bakterien zersetzt, wobei Methan entsteht, das für die Wärmeerzeugung verwendet werden kann.
Nach der Besichtigung eines Technikraums fiel der Gruppe auf, dass eine Studentin fehlte. Sie wurde anschließend aus dem genannten Raum befreit und die Exkursion konnte ohne weiter Probleme fortgesetzt werden, und die Gruppe wurde zum 5,5 Hektar großen Sonnenfeld gebracht. „Zwischen den Reihen der Solarpaneelen befinden sich immer zwölf Meter Abstand, die für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden können. Zum Beispiel kann man dort Sojapflanzen anbauen“, erklärte Hannes Raser der kleinen Gruppe. Diese Solarpaneele bewegen sich mit der Sonne mit und erzeugen dabei Strom für die benachbarte Biogasanlage und ca. 1.200 Haushalte in der Region.
Nach einer kurzen Pause machten sich die Studierenden, die Lektorin und Hannes Raser auf, um die 320 Stufen zur Spitze eines Windrades zu erklimmen. An einer Aussichtsplattform wurde eine kurze Pause eingelegt, um die Landschaft und die Felder zu bewundern. Anschließend wurden Leitern erklettert um ins Herzstück des gigantischen Stromerzeugers, dem Generator, zu gelangen. Dort wurde eine Klappe geöffnet und alle Angehörigen der Gruppe konnten die Aussicht ein zweites Mal vom höchsten Punkt genießen. Auch beim geringsten Wind „trullert“ das Windrad mit den drei Motorblättern, also dreht sich langsam, um die Lager des Rades immer gleichmäßig zu belasten. Ab einer Windgeschwindigkeit von 50 km/h kann genug Strom erzeugt werden, um den Energiebedarf des Windrads zu decken und Strom in das Netz zu speisen.
Nachdem das Windrad wieder verlassen wurde, diesmal ohne jemanden darin vergessen zu haben, machte sich das Team wieder auf den Weg nach Wien zum Universitätsgebäude.
Autorin: Emilie, Schülerin, 12 Jahre
Weiterführende Informationen:
Master-Studiengang Umweltmanagement & Ökotoxikologie
Fakultät Life Science Engineering
Kompetenzfeld Chemical Engineering and Ecotoxicology



