Global Acting in IT: 1 Nebenfach, 4 internationale Hochschulen, 4 Kulturen, 4 IT-Themen

04. Mai 2026
Studierende rotieren zwischen Hochschulen und arbeiten an realen IT-Aufgaben. An der FH Technikum Wien stand der Software-Engineering-Zyklus im Fokus.
In diesem Sommersemester wurden Wien und die FH Technikum Wien zum Schauplatz einer intensiven akademischen und kulturellen Erfahrung im Rahmen des ersten „Global Acting in IT“-Nebenfachs an der Fontys University of Applied Sciences (Venlo, Niederlande). Während des gesamten Programms wechseln die Studierenden alle drei bis vier Wochen zwischen verschiedenen Hochschulen und sammeln so neue Impulse für ihre Projektarbeit.
Der Minor ist auf internationale Zusammenarbeit und reale IT-Herausforderungen ausgerichtet und bringt Studierende mit unterschiedlichem Hintergrund zusammen, um in vielfältigen Teams zu arbeiten. In Wien lag der Schwerpunkt auf Software Engineering und verschiedenen Phasen des Softwareentwicklungszyklus, die von Softwarearchitektur, Datenmodellierung, Schnittstellendesign, Back- und Frontend-Implementierung und -Integration bis hin zur Testphase reichten. Dabei wurde technische Entwicklung mit interkultureller Teamarbeit kombiniert – eines der Kernelemente des Programms. Der vierwöchige Aufenthalt in einer Stadt bot die Möglichkeit, über den ersten Eindruck hinauszugehen und fundiertere Erfahrungen zu sammeln.
Wien wurde durch den Alltag, den Weg zum Campus, die Arbeit in Gemeinschaftsräumen und das Entdecken lokaler Cafés und Stadtviertel nach und nach vertrauter. Dieser Rhythmus förderte sowohl die Produktivität als auch den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe.
Arbeit in internationalen Teams
Die Zusammenarbeit spielte während des gesamten Programms eine zentrale Rolle. Die Arbeit in internationalen Teams bedeutete, sich mit unterschiedlichen Perspektiven, Kommunikationsstilen und Lösungsansätzen auseinanderzusetzen. Diese Unterschiede verliehen den Projekten Tiefe und spiegelten die Realitäten globaler IT-Umgebungen wider.
Die Herausforderung dieses Semesters mit dem Titel „Landschaftskartierung und Gesundheitsbewertung in städtischen und halbstädtischen Gebieten“ wurde vom Humber Arboretum in Toronto gestellt, mit dem Ziel, eine Lösung zu entwerfen und umzusetzen, die es „den Interessengruppen ermöglicht, gesunde, widerstandsfähige und nachhaltige Landschaften zu überwachen, zu bewerten und zu erhalten“. Die Studentengruppen entwickelten unterschiedliche Ansätze, von der automatischen Datenerfassung mit Sensoren bis hin zu pädagogischen Handyspielen für Schüler der Oberstufe.
Alltagsleben außerhalb des Hörsaals erkundet
Über den akademischen Rahmen hinaus bot Wien einen reichhaltigen kulturellen Hintergrund. Die Mischung aus historischer Architektur und modernem Leben in der Stadt schuf Gelegenheiten, das Alltagsleben außerhalb des Hörsaals zu erkunden, Kontakte zu knüpfen und zu erleben. Ergänzt wurde dies durch organisierte Aktivitäten wie einen Besuch beim Büro der Vereinten Nationen in Wien, einschließlich eines Mini-Workshops zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs), sowie einen Unternehmensbesuch bei T-Systems mit einer Führung durch das Rechenzentrum und einem Vortrag über IT-Sicherheit.
Informelle Momente, gemeinsame Abendessen, Spaziergänge durch die Stadt, gemeinsame Freizeit und sogar ein gemeinsamer Bowlingabend wurden ebenso wertvoll wie das strukturierte Lernen und stärkten sowohl die persönlichen Beziehungen als auch die allgemeine Gruppendynamik.
Insgesamt hat die Erfahrung an der FH Technikum Wien gezeigt, wie technische Fähigkeiten und interkulturelle Zusammenarbeit Hand in Hand gehen. Sie bot eine praktische Perspektive auf das Arbeiten in globalen Kontexten und ließ gleichzeitig Zeit, sich auf sinnvolle und beständige Weise mit einer Stadt auseinanderzusetzen. Während die Studierenden nun ihre Reise in Griechenland für die nächste Phase des Programms fortsetzen, wünscht das Technikum Wien ihnen bereichernde Erfahrungen und freut sich darauf, ihre Endergebnisse Ende Juni in Kanada zu sehen.
Weiterführende Informationen:
Fontys University of Applied Sciences – Venlo, Niederlande
International Office – FH Technikum Wien




