International Week 2026 verband Forschung, Lehre und Industrie

01. Juni 2026
Unter dem Motto „From Lab to Lecture: Forschung, Lehre und Industrie verbinden“ schuf die Veranstaltung einen Raum für den offenen Austausch darüber, wie Hochschuleinrichtungen Forschung in die tägliche Lehrpraxis integrieren und gleichzeitig den Anforderungen von Industrie, Innovation und Internationalisierung gerecht werden können.
Wie kann Forschung die Lehre sinnvoll prägen? Wo positionieren sich Fachhochschulen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft? Und wie kann internationale Zusammenarbeit sowohl Forschung als auch Lehre grenzüberschreitend stärken?
Diese Fragen standen im Mittelpunkt der International Week 2026 an der Fachhochschule Technikum Wien, bei der internationale Partner aus dem Hochschulbereich zusammenkamen, um eine Woche lang die sich ständig weiterentwickelnde Beziehung zwischen Forschung, Lehre und angewandten Wissenschaften zu beleuchten.
Gleichgewicht zwischen akademischer Lehre und Forschung
Während der gesamten Woche untersuchten die Teilnehmer*innen, wie Einrichtungen in verschiedenen Ländern das Gleichgewicht zwischen akademischer Lehre und Forschung angehen. Die Diskussionen verdeutlichten die Vielfalt internationaler Systeme, Erwartungen und Förderstrukturen – sowie die Chancen, die diese Unterschiede für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bieten. Workshops und Networking-Sessions ermutigten die Teilnehmer*innen, Strategien für gemeinsame Projekte, Forschungspartnerschaften und die Lehrplanentwicklung auszutauschen und gleichzeitig die administrativen und ethischen Herausforderungen anzugehen, die oft mit internationaler Zusammenarbeit einhergehen.
Ein zentraler Schwerpunkt des Programms war die Frage des Transfers: Wie lässt sich Forschung effektiv vom Labor in den Hörsaal übertragen? Die Teilnehmer*innen befassten sich mit bewährten Verfahren zur Integration von Forschung in die Lehre und reflektierten darüber, wie Forschungsaktivitäten die akademische Arbeit im Alltag bereichern können. Besondere Aufmerksamkeit galt der Rolle der Fachhochschulen, die eine einzigartige Position zwischen Forschung und Industrie einnehmen, sowie der Frage, wie diese Position genutzt werden kann, um innovationsorientierte Lernumgebungen zu schaffen.
„Eine der zentralen Fragen, die die Diskussionen diese Woche bestimmt, lautet: Wie kann Forschung zu einem lebendigen Bestandteil der Lehre werden, statt nur ein abstraktes Zusatzelement zu sein? Nicht nur in Lehrveranstaltungen höherer Semester oder Abschlussarbeiten, sondern bereits in den frühen Phasen des akademischen Werdegangs der Studierenden. Wenn sich Studierende mit echten Forschungsfragen auseinandersetzen, wenn sie Unsicherheit, iterative Prozesse und Entdeckungen erleben, erwerben sie nicht nur Wissen. Sie entwickeln kritisches Denken, Problemlösungsfähigkeiten und ein tieferes Verständnis dafür, wie Innovation tatsächlich entsteht.“
Die Veranstaltung regte zudem Diskussionen über duale Studiengänge an und untersuchte, wie forschungsorientierte Lehre in berufsorientierte Bildungsmodelle eingebettet werden kann. In den verschiedenen Sessions wurden institutionelle Strukturen zur Unterstützung von Lehrenden und Forschenden, die Entwicklung von Beratungs- und Kooperationsrahmen sowie Möglichkeiten erörtert, wie Hochschuleinrichtungen eine nachhaltige Forschungskultur im Bereich der angewandten Hochschulbildung stärken können.
„Wenn Studierende Dinge selbst in die Hand nehmen, lernen sie mehr. Wenn sie erkennen, dass es für sie relevant ist, lernen sie sogar noch mehr.“
Die Veranstaltung unterstrich zudem die Bedeutung internationaler Netzwerke und des interdisziplinären Austauschs. Im Rahmen von Kooperationsformaten wie „Research Connect“ und „Curriculum Connect“ diskutierten die Teilnehmer*innen zukünftige Möglichkeiten für gemeinsame Initiativen, Blended Intensive Programmes (BIPs) und langfristige institutionelle Partnerschaften. Der Austausch von Erfahrungen, Herausforderungen und bewährten Verfahren verdeutlichte den Wert des internationalen Dialogs für die Gestaltung widerstandsfähiger und zukunftsorientierter Hochschulsysteme.
Kombination aus strategischen Diskussionen, Workshops und informellem Networking
Über das offizielle Programm hinaus förderte die Woche den Aufbau wertvoller beruflicher Kontakte und stärkte die globale akademische Gemeinschaft der Hochschule. Die Kombination aus strategischen Diskussionen, gemeinsamen Workshops und informellem Networking schuf eine Atmosphäre, die sowohl zum Nachdenken als auch zu Innovationen anregte.
Die Woche bekräftigte das Engagement der FH Technikum Wien für angewandte Forschung, internationale Zusammenarbeit und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Hochschulbildung an der Schnittstelle von Forschung, Lehre und Industrie. In Anlehnung an das Motto des Eurovision Song Contests, der letzte Woche in Wien stattfand – „united in music“ –, formulierte Rektorin Sylvia Geyer für unsere Veranstaltung eine neue Version: „united in curiosity“.
Wir danken allen Teilnehmer*innen und Partnerinstitutionen dafür, dass sie ihre Perspektiven, ihr Fachwissen und ihre Ideen eingebracht und die diesjährige International Week zu einer inspirierenden Plattform für Zusammenarbeit und Austausch gemacht haben.
Weitere Informationen:
Nachlese International Week 2025










