Lernen und Lachen in Neapel: ARTISTE 2.0 begeistert Studierende und Lehrende

Fünf Schüler sitzen an Tischen in einem Klassenzimmer und arbeiten an Laptops. Drei von ihnen sind mit Programmier- oder technischen Aufgaben beschäftigt, und zwei arbeiten an einem anderen Tisch im Hintergrund. Auf den Tischen stehen Flaschen und Taschen.

19. Januar 2026

Das Erasmus+ Programm brachte Studierende aus Österreich, Deutschland und Italien zusammen.

„Was für eine aufregende und dichte Woche”, so bilanziert Stefan Litzenberger, Studiengangsleiter Sports Engineering and Ergonomics, das Erasmus+ Blended Intensive Programme (BIP) ARTISTE 2.0 im Dezember 2025. Das Programm, organisiert  von der Università degli Studi di Napoli Federico II, endete mit einer kleinen, sehr herzlichen Zertifikatsverleihung.

Lernen und Erleben

„Besonders beeindruckend war, wie die 30 Studierenden aus Neapel, Chemnitz und Wien im Verlauf des BIPs zusammenwuchsen: Köpfe, die den ganzen Tag rauchten, Fragezeichen, die zu Rufzeichen wurden, neue Fragen, die kreative Lösungen anstießen“, sagt Litzenberger. „Lernen, verstehen, diskutieren und dabei gemeinsam lachen: Für uns zeigt sich darin, wie gute  Hochschulbildung gelebt wird.“ Und nicht nur das: Das Lernen setzte sich bis in die milden neapolitanischen Nächte fort. Begleitet von kulinarischen Entdeckungen, die nicht nur den Gaumen, sondern auch den interkulturellen Austausch bereicherten.

Stolze Leistungen der FHTW-Studierenden

Die sechs Bachelor-Studierenden der FH Technikum Wien, fünf aus dem Studiengang Sports Engineering and Ergonomics und eine Studierende aus Biomedical Engineering – leisteten in ihren Teams und Präsentationen hervorragende Arbeit, brachten sich ein, übernahmen Verantwortung und präsentierten ihre Ergebnisse klar und lösungsorientiert. Damit bewährte sich auch das Konzept des Bachelor-Studiums Sports Engineering and Ergonomics im internationalen Zusammenhang: von der Idee zum Prototyp, vom Experiment zur Anwendung – mit konsequentem Fokus auf den Menschen im sportlichen Kontext.

Technische Konzepte für den Einsatz im Sport

Inhaltlich bot ARTISTE 2.0 die ideale Bühne für ein breites Kompetenzspektrum: Werkstoffe im Sport, digitale Fertigung, Sensorik, Biomechanik, Human Factors und Nachhaltigkeit. Diese Themen wurden nicht nur theoretisch behandelt, sondern in interdisziplinären Teams unmittelbar erprobt. Die Studierenden übersetzten komplexe Anforderungen in klare technische Konzepte, testeten iterativ und präsentierten Ergebnisse nachvollziehbar. Ebenso zentral waren die „Soft Skills“: internationale Kollaboration, agile Teamarbeit, wissenschaftliches Argumentieren und eine konstruktive Feedbackkultur. Genau diese Fähigkeiten sind am Arbeitsmarkt entscheidend und bilden die Basis für erfolgreiche Praktika, Abschlussarbeiten und Karrierestarts in Sports
Engineering und Ergonomie und auch Medizintechnik.

Besonderer Dank gilt Prof. Antonio Lanzotti, Paola Muratto und insbesondere Prof. Teodorico Caporaso für die hervorragende Organisation und die herzliche Gastfreundschaft in Neapel. Auch die Zusammenarbeit mit Giuseppe Sanseverino von der Technischen Universität Chemnitz (der aus Neapel stammt), seinen Chemnitzer Kollegen Stefan Schwanitz und Dominik Krumm klappte hervorragend. Solche Begegnungen sind unbezahlbar:  Sie öffnen Augen und Türen, schaffen Vertrauen und inspirieren zu neuen gemeinsamen Projekten.

Europäischer Zusammenhalt

„Es zeigt sich, wie wichtig und wirksam das Erasmus+ Programm der Europäischen Union für die Organisation solcher Formate und Mobilitäten ist. Es stiftet europäischen Zusammenhalt, macht Europa konkret erlebbar, fördert Freundschaften über Grenzen hinweg und erweitert kulturelle Horizonte“, sagt Litzenberger. „Dank gilt der OeAD-GmbH – Agentur für Bildung und Internationalisierung – für die verlässliche Unterstützung sowie der Leiterin des International Office der FH Technikum Wien, Agnes Kriz, für  Ermutigung und Support in allen Internationalisierungsvorhaben. Ohne diese Partner, wären Programme wie ARTISTE 2.0 in dieser Qualität nicht möglich.“

Internationale Chancen nutzen

Worauf es aber auch ankommt: Dass aktuelle und zukünftige Studierende erkennen, wie Lehre im Studiengang Sports Engineering and Ergonomics verstanden wird – anwendungsorientiert, international und menschzentriert. Wer Sport, Technik und Ergonomie verbinden möchte, findet hier ein Umfeld, in dem Ideen rasch Gestalt annehmen, Experimentieren ausdrücklich erwünscht ist und Exzellenz aus Zusammenarbeit entsteht. Interessent*innen sind eingeladen, ihren Enthusiasmus für Sport mit technischer Neugier und Sinn für Nachhaltigkeit zu verbinden. Studierende werden ermutigt, Chancen wie internationale Blended Intensive Programs aktiv zu nutzen – sie beschleunigen fachliche Entwicklung und persönliches Wachstum.

„Grazie, Napoli“

Litzenbergers Fazit zur Woche: „Unzählige Caffès, Cornetti, Crocchè, Sfogliatelle, Frittatine; viele Gespräche, Ideen, Lachen, Anerkennung, Umarmungen und Spaziergänge durch eine faszinierende Stadt – gemeinsam mit einer großartigen Gruppe aus professori und studenti. Grazie mille, Napoli.“ Die Vorfreude auf ARTISTE 3.0 ist groß – die nächsten Schritte sind bereits geplant.

Sieben Personen stehen in einem Innenraum vor großen Fenstern mit grünen Jalousien und lächeln in die Kamera. Sie sind leger gekleidet und in einer lockeren Reihe angeordnet. Die Atmosphäre wirkt freundlich und entspannt.
Nahaufnahme einer Hand, die eine Tasse Espresso auf einer Untertasse mit der Aufschrift Caffè Moreno umrührt, mit einer weiteren Tasse und einer Flasche im Hintergrund, die sich in einer glänzenden schwarzen Oberfläche spiegeln.
Zwei Männer stehen in einem Klassenzimmer an einem Tisch und betrachten eine an die Wand projizierte Folie mit dem Titel The Relevance of Human Factors for Product Design. Der Raum ist mit Stühlen, einem Computer und einem Whiteboard ausgestattet.
Auf einem Regal stehen blaue Gläser mit der Aufschrift 'FORZA NAPOLI', ein Napoli-Fußballschal, eine goldene Kaffeemaschine, kopfüber hängende Gläser und eine gerahmte Urkunde an einer Steinwand, die den Fußballverein Napoli feiert.
Eine Gruppe von Menschen ist um einen langen Tisch in einem Restaurant im Freien versammelt. Einige sitzen, essen und unterhalten sich, andere stehen und lachen zusammen. Die Atmosphäre ist lebhaft und gesellig.
Eine große Gruppe von Menschen, darunter Männer und Frauen unterschiedlichen Alters, posieren gemeinsam auf einer Treppe in einem Gebäude. Mehrere Personen lächeln, und einige sind formell gekleidet, während andere Freizeitkleidung tragen.
Spaziergänger in einem Park mit Bäumen und Blumenbeeten, mit Blick auf einen Hafen mit Booten. Im Hintergrund erhebt sich der Vesuv unter einem blauen Himmel mit vereinzelten Wolken.
In einem geräumigen Klassenzimmer mit vielen leeren Stühlen und großen blau getönten Fenstern versammelt sich eine Gruppe von Schülern und plaudert, während einige an ihren Laptops arbeiten.
Ein für vier Personen gedeckter Tisch mit Tellern mit gebratenen Speisen, verschiedenen Fleischgerichten mit Soße, einem Krug Rotwein, Weingläsern, einer Papiertüte und Besteck auf einem grünen Tischtuch und einer orangekarierten Serviette.
Die Flagge der Europäischen Union mit gelben Sternen in einem Kreis auf blauem Hintergrund, daneben der Text: Gefördert durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union.