MAIJA vereint mit digitalem Assistenten innovative Technologien für den Strafvollzug

06. Juli 2026
Eine gemeinsame Plattform verknüpft Insass*innen- und Aufgabenverwaltung, Alarmierung und LLM-gestützte Berichte. Tests lieferten Feedback für den künftigen Einsatz in österreichischen Justizanstalten.
Ende Juni 2026 wurde das KIRAS Forschungs- und Entwicklungsprojekt „MAIJA“ erfolgreich abgeschlossen. Ziel des Projekts war es, zu erforschen, wie innovative Technologien in einem digitalen Assistenten für den Strafvollzug vereint werden können, um bisher überwiegend analog dokumentierte Prozesse wie Haftraumdurchsuchung und Dienstübergabe zu digitalisieren.
Während der Projektlaufzeit arbeiteten die Konsortialpartner eng zusammen, um einen Prototyp eines KI-gestützten digitalen Assistenten für den Einsatz in österreichischen Justizanstalten entwickeln und wertvolle Erkenntnisse zur Steigerung des Digitalisierungsgrads im Justizwesen zu gewinnen.
Applikationsplattform zur Insass*innen- und Aufgabenverwaltung sowie Alarmierung
Die zentrale Applikationsplattform von Ascom dient der Insass*innen- und Aufgabenverwaltung sowie der ortsabhängigen Alarmierung. Die von FH Technikum Wien und TU Wien entwickelten Komponenten des digitalen Assistenten umfassen die Gesichtserkennung auf Basis einer eigens erstellten Datenbank, die Vorfallerfassung mit Voice-to-Text-Funktionalität, die Dienstübergabe mit einer Übersicht über relevante Ereignisse der vorangegangenen Schicht, offene Aufgaben, anpassbare Routinekontrollen sowie abwesende Personen und die AR-unterstützte Haftraumdurchsuchung. Diese Komponenten sind über ein von PKE entwickeltes MAIJA-Backend miteinander verbunden, das zudem KI-generierte Handlungsempfehlungen bereitstellt.
Komponenten der MAIJA Applikationen mit Justizwachbeamten getestet
Darüber hinaus unterstützt der digitale Assistent die Berichterstellung durch den Einsatz von Large Language Models (LLMs). Schlussendlich wurden im Rahmen einer ganztägigen Evaluierung unter der Leitung von VICESSE alle Komponenten der MAIJA Applikationen mit Justizwachbeamten getestet, um für eine mögliche Weiterentwicklung noch wichtiges Feedback einzuholen.
Entwicklungsarbeiten im Bereich KI-gestützter Assistenzlösungen für öffentlichen Sektor
Die erzielten Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung und den zukünftigen Einsatz digitaler Assistenzsysteme im Justizwesen sowie für weiterführende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich KI-gestützter Assistenzlösungen für den öffentlichen Sektor.
Das Projektteam bedankt sich bei allen Konsortialpartnern – Bundesministerium für Justiz, Computer Vision Lab der Technische Universität Wien, VICESSE, PKE und Ascom – für die ausgezeichnete Zusammenarbeit sowie bei der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und dem Bundesministerium für Finanzen für die Unterstützung des Projekts.
Weiterführende Informationen:
MAIJA: Innovative Technologien für einen sicheren Strafvollzug (Mai 2024)
Mobile Artifical Intelligence Justice Assistant (MAIJA)
Fakultät Computer Science & Applied Mathematics


