Next stop Oxford: Wie nachhaltiges Reisen und Sprachtraining perfekt zusammenpassen

16. April 2026
Mitarbeitende der FH Technikum Wien erweiterten ihre Englischkompetenzen in Oxford. Lecturer / Researcher Florian Wimmer schildert seine erste Teilnahme am Sprachkursprogramm.
Jeden Juli geht es für Mitarbeiter*innen der FH Technikum Wien nach Dublin zum maßgeschneiderten Englisch-Sprachkurs – mit großem Erfolg und ebenso großer Begeisterung.
2026 wurde das Erfolgsformat kurzerhand erweitert und aus Dublin wurde Oxford. Im Februar 2026 hieß es dann: Neues Ziel, gleiche bewährte Qualität. Die Sprachschule war bereits aus Dublin bekannt, auch das Konzept blieb vertraut, nur die Kulisse wechselte.
18 Kolleg*innen aus unterschiedlichsten Bereichen und quer durch alle Fakultäten wagten den nächsten Schritt: Als erste Gruppe machten sie sich auf den Weg ins traditionsreiche Oxford. Mit Neugier, Offenheit und Abenteuerlust im Gepäck starteten sie in ein neues Kapitel internationaler Weiterbildung.
Unterstützt wird dieses Format durch Erasmus+: Als sogenannte Training Mobility können sowohl Reise- und Aufenthaltskosten als auch der Sprachkurs vor Ort gefördert werden. Und es geht noch nachhaltiger: Wer umweltfreundlich an- und/oder abreist, kann sich sogar über einen erhöhten Reisekostenzuschuss freuen. Grün reisen ins Vereinigte Königreich, geht das überhaupt? Ja, und wie! Dass nachhaltiges Reisen kein Widerspruch zu internationaler Mobilität sein muss zeigt Florian Wimmer, Junior Lecturer / Researcher der Fakultät Electronic Engineering & Entrepreneurship.
Für ihn war es die erste Teilnahme – und gleich ein besonderes Erlebnis:
Hintergrund & Motivation:
Warum hast du dich für einen Englisch-Sprachkurs in Oxford entschieden?
Florian Wimmer: Meine letzte Englischausbildung war, wie bei den meisten, in der Schule und während es immer geläufiger wurde Englisch zu sprechen, haben sich auch viele Fehler eingeschlichen und gefestigt und jegliche Theorie wurde vergessen. Deshalb sah ich es als super Gelegenheit an, um diese Fehler zu finden und die nötige Theorie dazu aufzufrischen. Ein Add-on war natürlich die Gelegenheit, Oxford und Umgebung erkunden zu können. Persönlich wäre ich womöglich nicht extra dort hingefahren und hätte diese eindrucksvolle Universitätsstadt nie gesehen.
Welche Rolle spielt Englisch aktuell in deinem beruflichen Alltag an der Hochschule?
Florian Wimmer: Als Junior Lecturer/Researcher betrifft es mich vor allem in zwei Bereichen: In der Lehre, da ich auf Englisch unterrichten muss und um ansatzweise vernünftige Forschung zu betreiben, kommt man auch hier an Englisch nicht vorbei. Auch in Pausen etc. kann es nötig sein, um mit anderen Kolleg*innen zu kommunizieren. Englisch ist also ein täglicher Begleiter.
Anreise & Mobilität:
Warum hast du dich für eine klimafreundliche Anreise von Wien nach Oxford entschieden?
Florian Wimmer: Neben dem Umweltgedanken finde ich es viel weniger stressig, wenn man am Bahnhof in den Zug einsteigen kann ohne Puffer für Personen- und Gepäckskontrollen einrechnen zu müssen. In Summe fällt die An-/Abreise zwar doch um einiges länger aus (ca. 20 h anstatt ca. 8 h), allerdings kann man die Zeit im Zug, im Gegensatz zum Flughafen/Flugzeug, sehr gut nutzen. Eine weitere Motivation war für mich ein eingeschobener Privataufenthalt pro Strecke. Bei der Hinfahrt war es eine Nacht in Brüssel und bei der Rückfahrt waren es drei Nächte in Paris. Auch diese Städte habe ich zum ersten Mal gesehen, also war es eine sehr eindrucksvolle Reise.
Wie einfach oder schwierig war es, die grüne Anreise zu organisieren?
Florian Wimmer: Die Organisation war schon um einiges aufwendiger, allerdings wollte ich die Zeit auch optimal nutzen. Man könnte es vermutlich auch mit weniger Aufwand planen bzw. geht es beim zweiten Mal bestimmt schon schneller.
Gab es besondere Eindrücke oder Erlebnisse während der Zugreise?
Florian Wimmer: Das Highlight der Strecke war der Eurotunnel, wobei sich dieser im Grunde genommen nicht von einem Alpentunnel unterscheidet. Ich hatte das Glück, in einer Aktion ein Interrail-Ticket in der 1. Klasse zu ergattern, weshalb meine Reise unter dem Meer auch noch von Essen und Trinken begleitet wurde. Es waren auch erstaunlich viele Streckenabschnitte für Hochgeschwindigkeitszüge ausgelegt, dementsprechend war ich ca. die Hälfte der Zeit mit um die 300 km/h unterwegs. Neben dem Eurostar konnte ich auch andere bekannte Zuganbieter testen, wie TGV und ICE. Und dann waren da natürlich auch noch Paris und Brüssel…
Welche Unterstützung oder Anreize würden nachhaltiges Reisen für Kursteilnehmende erleichtern?
Florian Wimmer: Alle FHTW-Anleitungen und Beispiele sind für Flüge ausgelegt und es wären ein paar Guidelines hilfreich, um zumindest mal einen Überblick zu bekommen, was alles möglich ist. Die verlängerte Reisezeit sollte keine Hürde sein, da man die Zeit wirklich gut im Zug nutzen kann, während bei Flugreisen quasi die gesamte Reisezeit nicht sinnvoll genutzt werden kann. Damit sollte man auch in der FH werben. Es sollten die grünen Optionen generell mehr aufgezeigt werden, da ich von anderen Kursteilnehmer*innen vor Ort erfahren habe, dass ihnen nicht bewusst war, dass diese Möglichkeit bestand, sonst hätten sie es vielleicht auch so gemacht.
Welche Empfehlung würdest du anderen Teilnehmenden in Bezug auf umweltfreundliches Reisen geben?
Florian Wimmer: Empfehlung an Personen, die umweltfreundlich reisen möchten: Wenn das Ziel weit entfernt ist, erleichtert ein Interrail-Ticket die Koordination und Abrechnung. Lediglich Sitzplatzreservierungen sind noch extra zu bezahlen (Achtung: Diese können teils sehr hoch ausfallen, wie im Eurotunnel – sollte man also im Budget berücksichtigen). Interrailtickets sind immer wieder auch vergünstigt. Wenn man es beispielsweise gegen Ende des Jahres kauft (Stichwort: Black Friday), kann man möglicherweise wie ich um dasselbe Geld 1. Klasse fahren, was für‘s Arbeiten im Zug sehr praktisch ist. Nutzt die Zugfahrt für einen privaten Aufenthalt zwischendurch, dann wirkt die Reisezeit gleich viel kürzer.
Kurs & Lernen:
Welche Inhalte oder Schwerpunkte fandst du besonders hilfreich?
Florian Wimmer: Es wurde versucht auf unseren Job als Lektor*innen einzugehen. Es half, das British English vom American English besser abzugrenzen. Wenn man spricht, kommen zwischendurch immer Fragen auf. Dort hat man die Gelegenheit, dass man diese jederzeit stellen kann, wodurch auch viele interessante Diskussionen aufkamen.
Wie könntest du das Gelernte konkret in deinem Hochschulalltag einsetzen?
Florian Wimmer: Teils wurden im Kurs sehr spezifische Themen durchgenommen wie Feedback geben, etc. Es sind viele Kleinigkeiten, an die man dann im Hochschulalltag gelegentlich zurückdenken kann.
Würdest du den Kurs Kolleg*innen empfehlen? Warum?
Florian Wimmer: Ich würde den Kurs weiteren Kolleg*innen empfehlen, da es eine eigene Erfahrung und eine andere Art ist, eine Sprache zu lernen als in Österreich. Man wird auf Fehler und Schwächen aufmerksam, denen man danach zu Hause mehr Beachtung schenken kann. Außerdem ist es ein ausgezeichnetes Teambuilding-Event, wo man Leute von allen möglichen Abteilungen kennenlernt. So gesehen wird nicht nur der Blick auf die Englischkenntnisse geschärft, sondern man lernt auch die FH Technikum Wien von ganz anderen Seiten kennen.
Lust auch eine Personalmobilität zu machen? Das International Office hilft gerne weiter: staff.mobility@technikum-wien.at
Weiterführende Informationen:
International Office – FH Technikum Wien
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