Open Data Expo 2026 brachte Verwaltung, Forschung und Öffentlichkeit zusammen

02. April 2026

Zahlreiche Institutionen zeigten, wie offene Daten in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden. Der Austausch zwischen Expert*innen und Öffentlichkeit stand dabei im Mittelpunkt.

Am 5. März 2026 wurde an der FH Technikum Wien bereits zum fünften Mal die Open Data Expo veranstaltet – heuer unter dem Motto „Transparenz trifft Innovation – Open Data für alle“. Gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien bot die Veranstaltung im Rahmen der internationalen Open Data Days erneut eine Plattform für den Austausch zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Gefördert wurde die Expo durch das Programm „Interreg Österreich – Tschechien“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Breites Spektrum an Anwendungen und Projekten

Zahlreiche Aussteller*innen präsentierten konkrete Anwendungen, Datensätze und Projekte, die auf frei zugänglichen Daten basieren. Besonders stark vertreten war die Stadt Wien mit mehreren Magistratsabteilungen:

  • MA 46 – Verkehrsorganisation sowie MA 21A – Stadtteilplanung und Flächenwidmung Innen-Südwest zeigten Lösungen rund um Radrouter und nutzungsstreifengenaues Routing.
  • MA 22 – Umweltschutz stellte ihr Open-Data-Angebot, das Wiener Luftmessnetz sowie den Themenstadtplan Umweltgut vor.
  • MA 20 – Energieplanung präsentierte Energiedaten, Energieflüsse sowie Energiekarten und Vorzeigeprojekte aus Wien.
  • MA 41 – Stadtvermessung und Geoinformation gab Einblick in Geobasisdaten der Stadt.

Auch bundesweite Institutionen waren vertreten:

  • Die Parlamentsdirektion informierte über das Open-Data-Angebot des österreichischen Parlaments.
  • Das Bundesrechenzentrum und die Data Intelligence Offensive (DIO) zeigten Ansätze rund um Data Spaces und datengetriebene Infrastrukturen.
  • Die Universität Wien sowie AUSSDA – The Austrian Social Science Data Archive präsentierten Forschungsdaten und deren Nutzung in der Wissenschaft.

Die FH Technikum Wien selbst zeigte mehrere Projekte aus Forschung und Lehre, darunter neue Anwendungen wie Open Conflict, Literacy Map und den Purchasing Power Calculator. Ergänzt wurde dies durch Demonstrationen zur multimodalen Echtzeitverkehrsauskunft und einem Fahrplanassistenten sowie Einblicke in die Integration von Open Data in die Lehre.

Interaktives Programm und Austausch

Nach der offiziellen Eröffnung am Vormittag stand die Expo ganz im Zeichen des Austauschs: Besucher*innen konnten die Stände frei besichtigen und mit Expertinnen aus Verwaltung und Forschung ins Gespräch kommen.

Ein Open Source Community Treffen förderte den Austausch zwischen Entwickler*innen und Interessierten, unter anderem waren hier folgende Personen und Organisationen dabei:

Kristina Maurer & Aleksandar Vrglevski (Wirtschaftsagentur Wien)
Jan Labanc (Stadt Wien)
Cristian Livadaru (n8n/Cloudvox)
Nadia Privalikhina (AI Insiders)
Nicolas Stocker (Österreichisches Bundesheer)
Mirko Oblak (SenLab)
Clara Meusburger (netidee)
Vera Böhner (FIWARE Foundation)
Lucas Scheiber (OPTIVICE energy)
Ernst Rindhauser (FH Technikum Wien: Open Source und Community am Beispiel FH-Complete)

Im Workshop „Visualisierung und Webentwicklung“ (organisiert von der FH Technikum Wien und der Universität für Weiterbildung Krems) wurden praxisnahe Methoden zur Aufbereitung und Darstellung von Daten vermittelt.

Open Data als Grundlage für Innovation

Die Veranstaltung zeigte, wie vielfältig die Nutzungsmöglichkeiten offener Daten sind – von Mobilität über Umwelt bis hin zu Energie und Stadtplanung. Open Data ermöglicht nicht nur Transparenz in Verwaltung und Politik, sondern bildet auch eine zentrale Grundlage für Innovation, neue Geschäftsmodelle und evidenzbasierte Entscheidungen.

Hier eine Auflistung aller Aussteller*innen:

Open Data Expo 2026 – Aussteller*innen

Weiterführende Informationen:

Open Data Projekte – FH Technikum Wien

Mehr als nur Daten: Die Open Data Expo 2025 als Ideenplattform

Open Data Expo 2024: Innovationskraft durch offene Daten

Open Data Expo 2023: Wiener Linien, Parlamentsdirektion und Umweltschutz

Logo mit dem Text Interreg Austria - Czechia auf der linken Seite, einer blauen Flagge der Europäischen Union mit gelben Sternen in der Mitte und Co-funded by the European Union auf der rechten Seite.

Bilder Galerie: