Töchtertag an der Fakultät Life Science Engineering: Einblick in Forschung und Nachhaltigkeit

30. April 2026
Der Workshop „Von Zellkultur bis zum ökologischen Fußabdruck“ begeisterte Schülerinnen.
Im Rahmen des diesjährigen Töchtertags erhielten Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren spannende Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften. Der Workshop verband praktische Laborarbeit mit aktuellen Fragestellungen rund um Umwelt und Nachhaltigkeit. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Rektorin Sylvia Geyer startete der Vormittag in den Labors der Fakultät Life Science Engineering. Dort konnten die Teilnehmerinnen hautnah erleben, wie Zellen für Experimente eingesetzt werden, und mithilfe von Mikroskopen verschiedene Zelltypen und Mikroorganismen untersuchen.
Laborführung und Kompetenzfelder
Zu Beginn führte ein Team durch die Labore im 6. Stock und gab Einblicke in die Kompetenzfelder Cell Technologies & Biomaterials (CTB) und Chemical Engineering & Ecotoxicology (CEE). Ein Fokus lag auf der Ökotoxikologie: Die Schülerinnen lernten, wie Lebewesen zur Identifikation von Schadstoffen im Wasser eingesetzt werden und wie Forscherinnen und Forscher Umweltbelastungen analysieren. Dadurch wurde anschaulich vermittelt, wie eng biologische und ökologische Fragestellungen miteinander verknüpft sind.
Praxis im Biotechnologie-Labor Im Biotechnologie-Labor erhielten die Besucherinnen eine Einführung in das FFG-Projekt DAME (Dünger Aus Molkerei-abwässErn) und erfuhren mehr über das Potenzial der Abfallaufwertung, insbesondere von Molkereiabfällen. In der Laborpraxis beobachteten sie Zwiebelzellen, HEK-Zellen, Bakterien, Algen und Zebrafischeier mikroskopisch und bestimmten sie gemeinsam. Zudem wurden Bakterienkulturen auf Agarplatten ausgestrichen – ein gängiges Verfahren zur Isolierung und Vermehrung von Mikroorganismen aus Umweltproben.
Nachhaltigkeit und Materialbewertung
Neben der praktischen Laborarbeit beschäftigten sich die Teilnehmerinnen auch mit ihrem eigenen ökologischen Fußabdruck. In interaktiven Einheiten wurde erarbeitet, was „umweltfreundlich“ bedeutet und wie alltägliche Entscheidungen die Umwelt beeinflussen können. Ein abschließender Workshop zu „Systemischen Bewertungsmethoden“, gefördert von der Stadt Wien, MA23, ließ die Schülerinnen Materialien an der Materialprüfstation auf ihre mechanische Belastbarkeit testen und die Klimawirkung der Materialien berechnen sowie die Wirksamkeit von Wiederverwendung und Recycling diskutieren.
Austausch und Fazit
Der Workshop bot Einblicke in die Bereiche Tissue Engineering, Biotechnologie und Ökotoxikologie sowie die Gelegenheit zum Austausch mit den Mitarbeiterinnen der Kompetenzfelder CTB und CEE. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Lunch in der Aula, bei dem sich die Teilnehmerinnen weiter austauschen und ihre Eindrücke teilen konnten. So entstand innerhalb von drei Stunden ein dichter Querschnitt durch die Lehre der Kompetenzfelder CTB und CEE.




