MidSKIin
Das Projekt MidSKliN verfolgt das Ziel, durch minimalinvasive Sanierungstechnologien mit einem Investitionsanteil von nur rund 20% der Vollsanierungskosten etwa 80% der CO2-Emissionen (Pareto-Prinzip) im Gebäudesektor einzusparen – unter zusätzlicher Berücksichtigung des steigenden sommerlichen Kühlbedarfs verursacht durch Hitzewellen.
Motivation
Seit Jahrzehnten gelingt es nicht, die Sanierungsrate in Österreich auf das für die Klimaziele nötige Niveau zu heben. Besonders im Wohnungseigentum besteht großer Nachholbedarf bei der Dekarbonisierung, aber auch im Genossenschaftswohnbau gibt es erhebliches Potenzial. Hemmnisse ergeben sich aus rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig sind die Folgen des Klimawandels bereits spürbar: In Städten nehmen Hitzetage stark zu. Spürbare Veränderungen motivieren eher zum Handeln als CO₂-Statistiken – vor allem, wenn leistbare, einfach umsetzbare Lösungen vorliegen. Minimalinvasive, technologieoffene Sanierungsansätze können beides leisten: kühlere Wohnungen und weniger CO₂. Solche Maßnahmen sollen die Transformation des Gebäudesektors in eine klimafitte Zukunft voranbringen.
Projektziele und Lösungsansätze
Ziel ist es, durch den Einsatz ausgewählter Maßnahmen und Technologien, die nur etwa 20% von den Kosten einer Vollsanierung erfordern, rund 80% der CO2-Emissionen einzusparen. Pro eingesetztes Kapital sollen maximale Einsparungen erzielt werden, durch gezielte Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion und das optimale Zusammenspiel mit erneuerbaren Energien.
Mit dem Klimawandel gewinnt sommerliche Kühlung an Bedeutung. Laut CCCA (Factsheet 52) sind sozial benachteiligte Personen, Ältere, Kinder, (schwangere) Frauen, Stadtbewohnern, im Freien Arbeitende, Migranten, sozial Isolierte sowie Menschen mit Vorerkrankungen besonders hitzevulnerabel – auch, weil ihnen oft die Mittel zum Hitzeschutz fehlen. Sanierungen müssen daher nicht nur den Winterwärmebedarf senken, sondern auch Überhitzung im Sommer vermeiden. Ziel sind Maßnahmen, die mit geringem Mitteleinsatz eine möglichst effektive Temperierung ermöglichen.


Lecturer/Researcher
Team und Besetzung
Projektleiterin:
- Edit Paráda
Projektmitarbeiter*innen:
- David Sengl
- Elisabeth Kerschbaum
- Flora Bachleitner
- Shuk King Stephanie Chan
- Thomas Zelger
- Valerii Aftaniuk
Konsortium:
Projektkoordinator:
Projektpartners:


