Erfolgreiche Live-Tests neuer Drohnentechnologien: SAMURAI Year 2 Meeting an der Universität Klagenfurt

Auf dem Boden steht eine große schwarze Quadcopter-Drohne mit zwei Propellern an jedem Arm. Vor ihr stehen zwei kleinere Drohnen mit grünen Propellern und Leiterplatten – alles in einem Innenraum auf einem grauen Teppich.

28. August 2026

Praxisnahe Demonstrationen zeigten Fortschritte bei Flightstack, Redundanz und Navigation ohne GPS. Getestet wurde in präzise vermessenen Indoor- und Outdoor-Umgebungen.

Am 7. Juli 2026 trafen sich die Projektpartner des FFG-Forschungsprojekts SAMURAI zum Year 2 Meeting an der Universität Klagenfurt. Vertreter*innen von FH Technikum Wien, Universität Klagenfurt, von Infineon Technologies Austriasowie der Twins GmbH präsentierten die Ergebnisse und Entwicklungen des vergangenen Projektjahres und gaben einen Ausblick auf die abschließende Projektphase.

Im Mittelpunkt des Treffens standen die aktuellen Fortschritte in der Entwicklung sicherer und leistungsfähiger Drohnensysteme. Die Projektpartner stellten ihre neuesten Hardware- und Softwareentwicklungen vor und diskutierten die nächsten Schritte bis zum Projektabschluss.

Live-Demonstrationen in der Drohnentestumgebung

Ein Schwerpunkt des Meetings lag auf den praktischen Demonstrationen der entwickelten Technologien. Am Nachmittag wurden verschiedene Hardware- und Softwarelösungen im Rahmen mehrerer Live-Demonstrationen getestet und vorgestellt.

Die Universität Klagenfurt war als Veranstaltungsort bewusst gewählt worden: Erstmals konnten unterschiedliche Implementierungen des im Projekt entwickelten Flightstacks – sowohl auf Hardware- als auch auf Softwareebene – unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden. Dafür stehen an der Universität Klagenfurt eine moderne Indoor-Drohnenhalle sowie eine Outdoor-Testfläche zur Verfügung. Beide Testumgebungen sind mit kamerabasierten Trackingsystemen ausgestattet, die eine hochpräzise Positionsbestimmung der Drohnen ermöglichen und damit ideale Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung schaffen.

Eine Gruppe von vierzehn Personen, von denen einige stehen und andere knien, posiert an einem sonnigen Tag im Freien in der Nähe eines Zeltes und eines umzäunten Bereichs. Zwei Personen, die vorne knien, halten bunte Drohnen in den Händen. Im Hintergrund sind Bäume und ein Gebäude zu sehen.

Zu den gezeigten Demonstrationen gehörten unter anderem verschiedene Flightcontroller-Plattformen auf Basis von PSoC- und AURIX-Technologie. Darüber hinaus wurde ein redundantes Flightcontroller-System vorgestellt, bei dem während des Fluges zwischen Haupt- und Backup-Flightcontroller umgeschaltet werden konnte. Langfristiges Ziel des Projekts ist es, diese Umschaltung künftig automatisch durchzuführen, falls der Hauptcontroller einen Fehler erkennt.

Ein weiteres Testszenario untersuchte das Flugverhalten einer Drohne nach dem Verlust des GPS-Signals wonach auf eine ausfallsichere Sensorkombination mit IMU und Drucksensor gewechselt wurde, um essentielle Flugparameter wie Höhe und Lage auch ohne GPS aufrecht zu erhalten für etwaige Not- oder Rekuperations-Verhalten einzuleiten. Die dabei gewonnenen Daten bilden eine wichtige Grundlage für die Entwicklung neuer Verfahren, mit denen Drohnen ihre Position künftig auch ohne GPS zuverlässig bestimmen können.

FH Technikum Wien bringt Drohnenplattform und Forschungsexpertise ein

Die FH Technikum Wien leistet im Forschungsprojekt SAMURAI wesentliche Beiträge zur Entwicklung der Drohnenplattform und ihrer Softwarearchitektur. Für die Demonstrationen kamen unter anderem auf der offenen Drohnenplattform COMET basierende Testsysteme zum Einsatz. Dadurch können neue Hard- und Softwarekomponenten bereits frühzeitig unter realen Flugbedingungen erprobt werden, noch bevor der finale Systemprototyp vollständig aufgebaut ist.

Die enge Zusammenarbeit der Projektpartner ermöglicht es, innovative Konzepte für ausfallsichere Flugsteuerungen und intelligente Sensorsysteme gemeinsam zu entwickeln und schrittweise in ein integriertes Gesamtsystem zu überführen.

Blick auf das finale Projektjahr

Zum Abschluss des Year 2 Meetings wurden die Arbeitspakete und Deliverables für das dritte und zugleich letzte Projektjahr abgestimmt. Außerdem wurde der Termin für das kommende General Assembly Meeting (GAM) festgelegt. Dieses wird Ende Oktober 2026 bei der Twins GmbH in Ampass (Tirol) stattfinden. Dort sollen die bislang entwickelten Hardware- und Softwarekomponenten erstmals vollständig zu einem gemeinsamen Gesamtsystem integriert und umfassend getestet werden.

Fotocredit für alle Bilder: FH Technikum Wien

Weiterführende Informationen:

FLARE – Forschungsarbeit zu den Flightcontroller-Technologien:

Vom Code zum Flug: Projektorientiertes Lernen mit dem COMET-Multikopter und dem FLARE-Framework

COMET – Open-Source-Drohnenplattform der FH Technikum Wien:

IEEE-Publikation

GitHub-Projekt

FFG-Projekt SAMURAI:

Projektwebsite SAMURAI

FFG-Projektdatenbank

Forschungsprojekt SAMURAI an der FH Technikum Wien

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Drohnen: Test-Infrastruktur der Universität Klagenfurt:

Indoor Drohnenhalle

Outdoor Drone-Space Austria

Rote abstrakte Form neben den fetten schwarzen Buchstaben „FFG“ und dem kleineren Text „Forschung wirkt.“ auf hellem Hintergrund.
Logo des österreichischen Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur mit deutschem Text und einem rot-weißen Symbol auf hellgrauem Hintergrund.
Orangefarbenes Logo mit einem stilisierten Samurai-Helm und einem Propeller über dem Wort „SAMURAI“ sowie dem Slogan „Safe Multicopter for Reliable Aviation“ auf hellem Hintergrund.

Videos:

Aurix and PSOC Flighcontroller:

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Aurix Flightcontroller:

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PSOC Flightcontroller:

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GPS Position – Error Behavior:

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Bilder Galerie:

Eine Person mit Brille und schwarzem Hemd lächelt, während sie an einem Schreibtisch in einer Laborumgebung an mehreren kleinen Drohnen mit bunten Propellern arbeitet.
Eine Person steht auf einer grasbewachsenen Freifläche mit Metallkonstruktionen und Netzen und bedient ein ferngesteuertes Gerät. Im Hintergrund sind unter einem teilweise bewölkten Himmel Bäume und ein kleines Gebäude zu sehen.
Eine große schwarze Drohne mit grünen und roten Akzenten steht auf einem Teppich, flankiert von zwei kleineren Drohnen mit grünen Propellern, von denen eine einen roten Rahmen und die andere einen blauen Rahmen hat.
Eine Gruppe von vierzehn Personen, von denen einige stehen und andere knien, posiert an einem sonnigen Tag im Freien in der Nähe einer Drohne unter einem Festzelt, im Hintergrund sind eine eingezäunte Anlage und Bäume zu sehen.
Eine Gruppe von Menschen steht in einem geräumigen Raum mit hoher Decke, an dessen Wänden Motion-Capture-Kameras angebracht sind und im Hintergrund die Ausrüstung aufgestellt ist. Einige unterhalten sich, andere beobachten.
Zwei Menschen stehen vor einer großen Freiluftvoliere aus Metallträgern und Netzgewebe; im Hintergrund sind Bäume und Zelte zu sehen, über ihnen ein blauer Himmel mit vereinzelten Wolken.