Lösungen für echte Probleme bei der Science Fair  

Eine Person hält eine weiße Schaufensterpuppe, die eine schwarze, mit elektronischen Bauteilen verkabelte Kappe und orangefarbene Katzenohren trägt, während im unscharfen Hintergrund zwei Personen und ein Laptop zu sehen sind.

01. Oktober 2025

Der Bachelor-Studiengang Biomedical Engineering setzte bei den Abschlusspräsentationen auf Praxisnähe und Eigeninitiative. Die Science Fair zeigte, was daraus entstehen kann.

Mit dem Semesterbeginn lohnt sich ein kurzer Blick zurück auf sommerliche Höhepunkte. Der Sommer brachte nicht nur Sonne, sondern auch inspirierende Abschlusspräsentationen mit sich. Im Bachelor-Studiengang Biomedical Engineering wurde diese Phase genutzt, um neue Formate auszuprobieren und den Studierenden eine Bühne für praxisnahe Präsentationen ihrer Informatik-Projekte zu bieten. Ein Highlight ist die alljährliche Science Fair.

Studierende der Medizintechnik zeigen bei Science Fair kreative Projektideen mit echtem Praxisbezug

Was passiert, wenn man Studierenden kreative Freiheit gibt, um mit dem Wissen aus den ersten Programmierkursen eigene Projekte zu entwickeln? An der FH Technikum Wien entstehen daraus innovative Lösungen für die Medizintechnik – aber auch Motivation, Teamwork und Begeisterung.

In der Lehrveranstaltung „Medizininformatik Projekt“ entwickelten Studierende im Sommersemester 2025 eigenständig Projekte mit medizintechnischem Bezug. Dabei konnten sie alles einsetzen, was sie in den Modulen „Grundlagen der Programmierung“ und „Anwendungen der Programmierung“ gelernt hatten. Ob MATLAB, Java, Arduino oder C#: Der Fokus lag auf Eigeninitiative, technischer Kreativität und – vor allem – dem Spaß an der Umsetzung.

Coaching statt Frontalunterricht – Freiraum trifft Verantwortung

„Wir wollten herausfinden, ob es möglich ist, die Muskelermüdung im Seitenverhältnis zu messen und das mit einem Spiel zu verbinden – für Reha-Zwecke“, berichtet ein Studierendenteam. Andere entwickelten ein selbstgedrucktes Fahrzeug mit intelligenter Steuerung. Wieder andere beschäftigten sich mit EEG-Signalen und deren möglicher Bedeutung für Menschen mit ADHS.

Unterstützt wurden die Teams im Rahmen eines Coaching-Ansatzes durch Lektor*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen (Computer Science, Life Science). Dabei stand nicht die Vorgabe von Lösungen im Vordergrund, sondern die Begleitung des individuellen Entwicklungsprozesses: Von der Projektidee über das erste Datenblatt bis zur fertigen Applikation.

Das Ergebnis: eine Vielfalt an kreativen Lösungen, die die Schnittstelle zwischen Technik und Gesundheit greifbar machen.

Science Fair als Bühne für Technik

Höhepunkt der Lehrveranstaltung war die abschließende Science Fair, bei der die Studierenden ihre Projekte live präsentierten. In einer lebendigen Messeatmosphäre konnten die Prototypen getestet, erlebt und Fragen gestellt werden, wie interdisziplinäre Ideen in funktionierende Anwendungen übersetzt werden.

Von Medikamentenschleuder bis Neurofeedback

Die Liste der diesjährigen Projekte:

  • Ein selbstgebautes EMG-gesteuertes Fahrzeug
  • Ein Roboterarm, der mittels Muskelaktivität (EMG) einen Laser steuert
  • Ein Pulsoxymeter mit App-Anbindung zur kontinuierlichen Gesundheitsüberwachung
  • Eine smarte Medikamentenbox mit Erinnerungsfunktion
  • EEG-Neurofeedback-Systeme zur Unterstützung bei ADHS
  • Balance Boards, Blindenstöcke mit Sensorik, selbstgedruckte Fahrzeuge, Luftqualitätsanalyse, Schlaftracking mit Kinect – und vieles mehr

All diese Projekte hatten eines gemeinsam: Sie wurden von Studierenden erdacht, geplant und umgesetzt.

Lehrveranstaltung mit nachhaltigem Effekt

„Die Lehrveranstaltung zielt bewusst darauf ab, Studierende zu motivieren, die Theorie der Programmierung in echte Anwendungen zu überführen – und dabei Freude am Gestalten zu entwickeln“, erklärt Lehrveranstaltungs- und Studiengangsleiter Johannes Martinek. „Viele Projekte haben auch über das Semester hinaus Potenzial zur Weiterentwicklung.“

Für die Studierenden bedeutete das: Selbstverantwortung, technisches Denken, kreative Lösungen – und das Gefühl, mit ihren Fähigkeiten echte medizintechnische Herausforderungen adressieren zu können.

Weiterführende Informationen:

Bachelor-Studiengang Biomedical Engineering

Science-Fair: Biomedical-Studierende präsentieren ihre Semesterprojekte

Fakultät Life Science Engineering

Video:
Science Fair 2025 – Lehrveranstaltung: Medizinische Informatik Projekte

Bitte akzeptieren Sie Cookies für externe Medien um Videos anzusehen

Bilder Galerie:

Auf einem Tisch stehen zwei Laptops, ein handgeschriebenes Schild der Gruppe Y, ein Notizbuch und eine Wasserflasche. Dahinter befindet sich eine blaue Präsentationstafel mit der Aufschrift EMG 4 REHA. Zwei Personen sind teilweise sichtbar, eine macht sich Notizen.
Nahaufnahme eines Gesundheitsüberwachungsgeräts, das an ein Breadboard mit elektronischen Komponenten angeschlossen ist, neben einem Laptop und einem Smartphone auf einem Holztisch. Eine Person tippt auf dem Laptop.
Ein elektronisches Projekt mit einem Arduino-Board, Drähten, einem Breadboard mit LEDs und einem kleinen Bildschirm, auf dem 'Graphite 46' angezeigt wird. Der Aufbau befindet sich auf einem Holztisch mit einem schwarzen Gehäuse unter dem Bildschirm.
Eine Person hält einen weißen Schaufensterpuppenkopf, der eine schwarze Mütze mit orangefarbenen Katzenohren und elektronischen Bauteilen trägt. Im Hintergrund sind eine verschwommene Person und elektronische Geräte zu sehen.
Eine Person hält eine Schaufensterpuppe, die eine schwarze Kappe trägt, die mit bunten Drähten, Sensoren und elektronischen Bauteilen bestückt ist; zwei Personen und ein Laptop sind unscharf im Hintergrund zu sehen.
Eine schwarze Fernbedienung mit Joysticks und einem digitalen Bildschirm liegt auf einem Holztisch, im Hintergrund sind ein Laptop und unscharfe Objekte zu sehen.
Ein kleines Roboterauto mit roten Rädern und freiliegenden elektronischen Bauteilen steht auf einem Holztisch und ist mit einem USB-Kabel verbunden. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt eine graue Tür.
Ein schwarzer Gehstock mit elektronischen Bauteilen, Drähten und einer kleinen Platine in der Nähe des Griffs, der auf einem Holztisch liegt.