Züge unter kontrollierten Extremwetterszenarien getestet: Exkursion zu Rail Tec Arsenal

Eine Gruppe von elf Personen in Winterjacken steht zusammen und lächelt vor einer großen gelben Industrieanlage mit schwarzen und gelben Wänden.

02. März 2026

Im Klima-Wind-Kanal werden bei Rail Tec Arsenal Züge unter kontrollierten Extremwetterszenarien getestet. Die Exkursion zeigte, wie Forschung und Praxis im Bahnsektor ineinandergreifen.

Wie funktionieren Schienenfahrzeuge bei eisiger Kälte, extremer Hitze oder Orkanböen? Antworten auf diese Fragen erhielten Vertreter*innen der FH Technikum Wien, unter anderen Momir Tabakovic und Bernhard Grasel (beide Fakultät Industrial Engineering und Kompetenzfeld Renewable Energy Technologies) bei einem Besuch des Prüf- und Forschungszentrums Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien. Im Zentrum der Exkursion stand eine exklusive Führung durch den weltweit längsten Klima-Wind-Kanal – eine europaweit einzigartige Forschungsinfrastruktur zur Simulation extremer Umweltbedingungen.

Forschung unter Extrembedingungen

Im Klima-Wind-Kanal von Rail Tec Arsenal werden Schienenfahrzeuge unter realitätsnahen Extremwetterszenarien getestet. Temperaturbereiche von −45 °C bis +60 °C sowie Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h können präzise simuliert werden. Diese kontrollierten Bedingungen ermöglichen es, die Funktionsfähigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Zügen unter außergewöhnlichen klimatischen Belastungen systematisch zu analysieren.

Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in laufende Forschungsprojekte, die sich mit der Energieeffizienz und Betriebssicherheit von Schienenfahrzeugen unter extremen klimatischen Bedingungen beschäftigen. Solche Untersuchungen gewinnen angesichts zunehmender Wetterextreme im Zuge des Klimawandels weiter an Bedeutung. Ziel ist es, technische Systeme so auszulegen, dass sie auch unter anspruchsvollen Umweltbedingungen stabil und effizient funktionieren.

Praxisnahe Lehre und angewandte Forschung

Die Exkursion wurde von Expert*innen der FH Technikum Wien begleitet und bot Vertreter*innen der FH Technikum Wien die Möglichkeit, ein international führendes Prüfzentrum der Bahnindustrie aus nächster Nähe kennenzulernen. Durch die Besichtigung von Real-Life-Testaufbauten und Prototypen-Prüfungen konnten theoretische Lehrinhalte aus den Bereichen Fahrzeugtechnik, Energiesysteme und Infrastruktur unmittelbar mit praktischen Anwendungen verknüpft werden.

Der direkte Austausch mit Fachkräften aus der Industrie ermöglichte zudem Einblicke in aktuelle Normen, Prüfstandards und technologische Entwicklungen im Bereich der Fahrzeugprüfung. Solche Kontakte stärken nicht nur das Verständnis für industrielle Anforderungen, sondern eröffnen auch Perspektiven für zukünftige Projektkooperationen zwischen Hochschule und Praxis.

Kooperation als Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie

Die FH Technikum Wien legt großen Wert auf die enge Verzahnung von Lehre, Forschung und industrieller Anwendung. Der Besuch bei Rail Tec Arsenal unterstreicht diesen Anspruch: Studierende profitieren von praxisnahen Lernumgebungen, während der Dialog mit Industriepartnern Impulse für innovative Forschungsprojekte liefert.

Weitere Informationen:

Rail Tec Arsenal (RTA)

Fakultät Industrial Engineering

Kompetenzfeld Renewable Energy Technologies

Bilder Galerie:

Eine Gruppe von dunkel gekleideten Personen geht über einen Metallweg in einer Industrieanlage mit großen Rohren und einer gewölbten, isolierten Decke über dem Kopf. Helle Lichter erhellen den Bereich.
Ein großes, weiß isoliertes Industrierohr steht in einer Fabrik mit grünen Geländern und Plattformen, die von roten und blauen Lichtern beleuchtet werden, unter einer hohen Metalldecke.
Eine Gruppe von elf Personen in Winterjacken steht zusammen und lächelt vor einer großen gelben Industrieanlage mit schwarzen und gelben Wänden.
Drei Personen stehen in einer industriellen Umgebung unter großen isolierten Rohren und Tanks und besprechen oder überprüfen die Geräte über ihnen. Die Beleuchtung ist gedämpft und die Umgebung wirkt technisch.
Eine Gruppe von zehn Personen steht lächelnd in zwei Reihen in einer Industriehalle, die von zwei großen Oberlichtern beleuchtet wird. Alle tragen warme Jacken und Freizeitkleidung.