IHE-Europe Connectathon in Brüssel: Digitale Gesundheitslösungen im internationalen Austaus

17. April 2026
Beim IHE-Europe Connectathon 2026 vernetzte sich die FH Technikum Wien mit internationalen Akteur*innen der digitalen Gesundheitsversorgung. Beiträge aus Forschung, Praxis und Lehre zeigen konkrete Fortschritte und zukünftige Entwicklungen.
Der Master-Studiengang Medical Engineering & eHealth der FH Technikum Wien war beim IHE-Europe Connectathon in Brüssel vertreten – einem der wichtigsten internationalen Treffpunkte für Interoperabilität im Gesundheitswesen.
Eine Delegation aus Absolvent*innen, Studierenden und Lehrenden des Studiengangs nutzte die intensive Arbeitswoche vor Ort, um aktiv an zentralen Entwicklungen im Bereich eHealth mitzuwirken, sich international zu vernetzen und aktuelle Forschungsthemen voranzutreiben.
Beiträge aus Praxis und Forschung
FHTW-Absolvent Nikolas Krond Krondraf, tätig bei der ELGA GmbH (Elektronische Gesundheitsakte Österreich), präsentierte bei den IHE Experience Days die erfolgreiche österreichische Lösung zur standardisierten Übertragung von Radiologiebildern. Sein Beitrag verdeutlicht, wie interoperable Systeme bereits heute konkret zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen.
Ein weiterer Absolvent, Adnan Marvillo, übernimmt beim Connectathon eine zentrale technische Rolle: Als sogenannter Monitor am Test-Floor überprüft er zahlreiche Transaktionen internationaler Softwarehersteller und stellt sicher, dass diese den IHE-Standards entsprechen. Diese Qualitätssicherung ist entscheidend für die funktionierende Vernetzung von Gesundheitssystemen.
Auch aktuelle Forschung aus dem Studiengang ist vertreten: Studentin Lorisse Cobos-Zardoni, arbeitet im Rahmen ihrer Master-Arbeit zur Datenqualität in der Sekundärdatennutzung. Vor Ort nutzte sie die Gelegenheit, um mit internationalen Expert*innen in Austausch zu treten und aktuelle Herausforderungen sowie Lösungsansätze zu diskutieren. Gemeinsam nahm die Delegation am Workshop „Interoperability in EHDS Secondary Use“ teil, bei dem nächste Schritte zur Nutzung von Gesundheitsdaten im europäischen Kontext – insbesondere im Rahmen des European Health Data Space (EHDS) – erarbeitet wurden. Ziel ist es, bis zum IHE Connectathon 2027 in Den Haag erste konkrete Anwendungen praktisch zu demonstrieren.
Zukunftskompetenzen im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung von Ausbildungsformaten im Bereich Digital Health. Gemeinsam mit Mathias Forjan (Geschäftsführer Technikum Wien Academy und Absolvent des Master-Studiengangs Medical Engineering & eHealth) brachte sich die Delegation im Workshop „Digital Health Future Skills“ sowie beim IHE International Board of Directors Open Meeting ein. Diskutiert wurden aktuelle Fortschritte und zukünftige Strategien des IHE Education Committee.
Dabei entstanden zahlreiche Ideen für Kooperationen mit europäischen Forschungsprojekten, Institutionen im Gesundheitswesen und Unternehmen – mit dem Ziel, Ausbildungsangebote noch stärker an den Anforderungen eines sich dynamisch entwickelnden Gesundheitssektors auszurichten.
Fachkräfte für die digitale Gesundheitszukunft
Die Woche in Brüssel zeigte eindrucksvoll: Die Digitalisierung des Gesundheitswesens erfordert hochqualifizierte Fachkräfte, die technisches Know-how mit einem tiefen Verständnis für klinische Prozesse und internationale Standards verbinden. „Der Studiengang Medical Engineering & eHealth leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag. Gemeinsam schaffen wir gute Lösungen für die Gesundheit“, so Stefan Sauermann, Vizerektor und Studiengangsleiter Master Medical Engineering & eHealth an der FH Technikum Wien.
Weiterführende Informationen:
Master-Studiengang Medical Engineering & eHealth
Fakultät Life Science Engineering
eHealth Bereich der Technikum Wien Academy
Technikum Wien Academy
ELGA GmbH (Elektronische Gesundheitsakte Österreich)
IHE-Europe Connectathon in Brüssel