Frauen in der Technik – Diese Berufe sind gefragt!

Frauen haben die Technikgeschichte schon immer mitgeprägt. Neben historischen Vorbildern wie Ada Lovelace prägen auch zeitgenössische Informatikerinnen wie Fei-Fei Li, die als wegweisende Expertin in der künstlichen Intelligenz gilt, das Feld. Doch der Blick muss sich nicht nur auf die ferne Vergangenheit oder auf US-Elite-Unis richten.

Täglich beweisen Absolventinnen der FH Technikum Wien, was sie können. Frauen, die sich für technische Berufe entscheiden, können ganze Branchen verändern und aktiv mitgestalten, wie die Welt von morgen aussieht: wie wir uns fortbewegen, wie Krankheiten behandelt werden, wie digitale Systeme sicherer werden und wie wir mit unseren Ressourcen umgehen.

Welche spannenden Berufsfelder es gibt und welche Studienwege dorthin führen, zeigen wir anhand von unseren Absolventinnen.

Eine Frau steht in einem Serverraum, lehnt an einer Glaswand, hält einen Laptop in der Hand und arbeitet. Ihr Spiegelbild ist im Glas neben den Reihen von Server-Racks zu sehen.

IT Governance Managerin

IT Governance Managerinnen entscheiden, wie Unternehmen ihre IT einsetzen, um am internationalen Markt zu bestehen und zu wachsen. Sie gestalten aktiv mit, wie Unternehmen digital arbeiten und sich international positionieren.

Dabei verfügen Expertinnen einerseits über Ingenieurwissen und andererseits besitzen sie umfassende Kompetenzen darin, wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen, Unternehmensprozesse strategisch zu steuern und moderne Technologien wie KI sinnvoll einzusetzen. Der Beruf kombiniert somit technisches Verständnis mit Führungsverantwortung.

Was sollte man studieren?

  • Bachelor | Wirtschaftsinformatik: Hier lernen Studierende, wie IT-Systeme und wirtschaftliche Prozesse zusammenspielen. Der Studiengang vermittelt Grundlagen in Softwareentwicklung, Datenmanagement, digitalen Geschäftsprozessen und betriebswirtschaftlichem Denken. Damit entsteht eine solide Basis für eine Karriere an der Schnittstelle von Technologie und Unternehmensführung.
  • Master | Wirtschaftsinformatik: Hier vertiefen Studentinnen die Verbindung zwischen IT, Digitalisierung und Unternehmensführung. Im Fokus stehen moderne IT-Systeme, digitale Geschäftsprozesse und strategisches Management.

Welche Berufsperspektiven bieten sich? IT Governance Managerinnen arbeiten in nahezu allen Branchen, da digitale Prozesse heute überall gang und gäbe sind. Arbeitgeber reichen von Banken und Versicherungen über Industrieunternehmen bis hin zu öffentlichen Einrichtungen. Wie ein erfolgreicher Karriereweg verlaufen kann, zeigt die Absolventin Nursuluu Zholdoshbekova, die als IT Governance Managerin bei der Oesterreichischen Kontrollbank arbeitet.

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Game Developerin

Game Developerinnen erschaffen digitale Welten für Computer, Konsolen, Smartphones oder VR-Systeme. Sie verbinden technisches Wissen mit kreativem Vorstellungsvermögen: von der Struktur virtueller Umgebungen bis hin zu den Bewegungsabläufen der Figuren darin.

Game Development bedeutet aber längst nicht nur Unterhaltung. Viele interaktive Technologien werden heute auch für Trainingssimulationen, Forschung oder digitale Lernsysteme eingesetzt, beispielsweise in Medizin, Industrie, Architektur oder an Schulen. 

Was sollte man studieren?

  • Bachelor | Informatik: Hier werden Studentinnen im Software Engineering sowie der angewandten Informatik geschult und lernen, selbständig Projekte umzusetzen. Für Game Development sind vor allem die Entwicklung interaktiver Software sowie die Analyse technischer Systeme relevant.
  • Master | Creative and Human-Centered Technology: Das Studium kombiniert technische Entwicklung mit kreativer Gestaltung und bereitet auf innovative Tätigkeiten im Bereich digitaler Medien und interaktiver Technologien vor. Im Fokus stehen gezielt kreative Entwicklungen sowie immersive Anwendungen und nutzerfreundliche Designs.

Welche Berufsperspektiven bieten sich? Die Games-Branche zählt weltweit zu den innovativsten Technologiebereichen. Dabei arbeiten Game Developerinnen heute längst nicht mehr nur in klassischen Game-Studios, sondern unter anderem auch in der Medien- und Kreativwirtschaft, in XR- oder VR-Unternehmen oder in der Medizintechnik. Je nach Schwerpunkt reicht das Tätigkeitsfeld von Spieleentwicklung und technischen Abläufen bis hin zu Nutzungserlebnis, Bedienbarkeit und kreativen Konzepten.

IT-Sicherheitsmanagerin/CISO

Cybersecurity zählt weltweit zu den wichtigsten Feldern der IT. Unternehmen und Behörden müssen sich ständig vor neuen Bedrohungen schützen. Eine IT-Sicherheitsmanagerin bzw. ein Chief Information Security Officer (CISO) verantwortet die Sicherheit digitaler Systeme, strategisch wie auch in der Umsetzung.

Besonders durch KI, Cloud-Systeme und zunehmende Digitalisierung gewinnt Cybersecurity in nahezu allen Branchen massiv an Bedeutung. Eine IT-Sicherheitsmanagerin arbeitet an hochaktuellen Sicherheitsthemen und verfügt über umfassende Fähigkeiten in Technik, Analyse und dem strategischen Denken. Dabei hat sie nicht nur die Aufgabe, Schutzmaßnahmen zu entwickeln, sondern auch gesamte Sicherheitskonzepte für Unternehmen zu erarbeiten und umzusetzen.

Was sollte man studieren?

  • Bachelor | Informatik: Dieser Studiengang bildet das Fundament für IT- und Security-Berufe. Neben Software Engineering und angewandter Informatik stehen Computersicherheit, Projektmanagement und KI auf dem Lehrplan. 
  • Bachelor | Informations- und Kommunikationssysteme: Der Lehrplan vermittelt technisches Know-how rund um Informations- und Kommunikationstechnologien. Durch die starke technische Ausrichtung eignet sich das Studium besonders für Tätigkeiten in IT-Infrastruktur, Security und digitalen Technologien.
  • Bachelor | Wirtschaftsinformatik: Das Studium verbindet IT mit Unternehmensprozessen und digitaler Transformation. Studentinnen lernen, wie digitale Systeme gestaltet werden müssen, um Unternehmen effizient zu unterstützen.
  • Master | IT-Security: Das Studium spezialisiert sich auf die IT-Sicherheit und verbindet technische Sicherheitsmaßnahmen mit organisatorischen und strategischen Fragestellungen. Studentinnen lernen praxisnah, wie in modernen Bedrohungsszenarien zu agieren ist.

Welche Berufsperspektiven gibt es? Cybersecurity-Fachkräfte werden branchenübergreifend stark nachgefragt. Aufgrund sich immer wieder neu entwickelnder Bedrohungen und technischen Fortschritts wird der Bedarf künftig hoch bleiben. Wie vielfältig die Karrierewege sein können, zeigt auch die Absolventin Sabrina Steger. Sie arbeitet bei der TÜV AUSTRIA im Bereich Cybersecurity und ist dort unter anderem für technische Security-Audits und Penetrationstests verantwortlich.

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Sports Engineer

Sports Engineers entwickeln technische Lösungen rund um Sport und Bewegung. Sie helfen dabei, Sportgeräte ergonomischer und leistungsfähiger zu gestalten, vom Fitnessgerät bis hin zu modernen Wearables oder intelligenten Trainingssystemen.

Dafür analysieren sie menschliche Bewegungsabläufe, testen Sportgeräte und entwickeln selbständig Produkte. Der Beruf verbindet Kenntnisse im Ingenieurwesen, Biomechanik, Ergonomie und Produktentwicklung. Dafür arbeiten Sports Engineers mit Fachkräften aus Design, Physiotherapie und Sportwissenschaft zusammen. Darüber hinaus beteiligen sie sich maßgeblich am Fortschritt des Sports, da ständig neue Technologien rund um Fitness und Gesundheit entstehen.

Was sollte man studieren?

  • Bachelor | Sports Engineering & Ergonomics: Die Studentinnen beschäftigen sich mit biomechanischen Messungen, Materialwissenschaft und Produktdesign. Außerdem entwickeln und testen sie Sportgeräte. Gezielte Vertiefungen sind bereits im Bachelor möglich, zudem unternehmen die Studentinnen praxisorientierte Labor- und Feldversuche.
  • Master | Sports Technology: Hier vertiefen Studentinnen ihre technischen Kompetenzen. Sie lernen unter anderem, Sportgeräte wissenschaftlich zu testen und Materialeigenschaften zu bewerten oder Technologien für verschiedene Trainings zu entwickeln. Auch können sie Datenanalysen im Spitzensport umsetzen. Das Studium ist international ausgerichtet und wird daher vollständig auf Englisch unterrichtet.

Welche Berufsperspektiven gibt es? Der Beruf eignet sich besonders für Frauen, die Technik nicht nur theoretisch verstehen, sondern direkt für Sport und Gesundheit einsetzen möchten. Als Sports Engineer ist der Berufseinstieg vor allem bei Sportartikelherstellern, im Gesundheit und Rehabilitationsbereich sowie in der Medizintechnik möglich. Aber auch in anderen Bereichen wie der Fahrzeugindustrie, Technologieunternehmen oder in der Forschung sind Sports Engineers gefragt. Ein gutes Beispiel für den Karriereweg ist Absolventin Nathalie Alexander. Sie arbeitet im Ostschweizer Kinderspital St. Gallen in der Schweiz als Leiterin des Labors für Bewegungsanalyse und verbindet dort Sport, Technik und Gesundheitswesen.

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Medizintechnikerin

Medizintechnikerinnen arbeiten an technischen Lösungen für Medizin und Gesundheit. Sie entwickeln Lösungen, die Diagnosen verbessern, Behandlungen unterstützen und die medizinische Versorgung effizienter gestalten. Kaum ein technischer Bereich hat einen so direkten Einfluss auf die Lebensqualität von Menschen.

Was sollte man studieren?

  • Bachelor | Biomedical Engineering: Das Studium vermittelt sowohl technische Grundlagen als auch ein Verständnis für medizinische Zusammenhänge. Von kleinen medizinischen Geräten bis hin zu komplexen Systemen wie CT-Geräten lernen Studentinnen unterschiedliche Bereiche moderner Medizintechnik umfassend kennen.
  • Master | Gesundheits- und Rehabilitationstechnik: Dieser Masterstudiengang setzt den Fokus auf Therapie, Rehabilitation und Bewegungsanalyse. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Entwicklung von Prothesen sowie von technischen Systemen für Rehabilitation und Assistenz. Das Studium ist stark projekt- und anwendungsorientiert aufgebaut. 
  • Master | Medical Engineering & eHealth: Dieser Master fokussiert sich stärker auf medizinische Geräte und digitale Gesundheitslösungen. Studentinnen beschäftigen sich mit Software- und eHealth-Anwendungen, medizinischen Geräten und Informationssystemen. 

Welche Berufsperspektiven gibt es? Medizintechnikerinnen arbeiten vornehmlich in Forschungszentren, Krankenhäusern, Reha-Zentren oder gezielten Medizintechnikunternehmen. Der Beruf eignet sich besonders für Frauen, die Technik einsetzen möchten, um die Zukunft der Gesundheitsversorgung aktiv mitzuprägen.

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FIT- & MINT-Initiativen 2026/2027

FIT- und MINT-Initiativen schaffen erste Berührungspunkte mit technischen Berufsfeldern. Viele Programme setzen bewusst auf praktische Erfahrungen. Teilnehmerinnen können Berufe direkt ausprobieren, mit Expertinnen sprechen oder erste eigene Projekte umsetzen. Das macht technische Karrierewege greifbarer.

Zu den bekanntesten Initiativen zählen:

Wer sich von einer erfahrenen Stimme aus der Technikwelt inspirieren lassen möchte, findet in Sylvia Geyer, Rektorin der FH Technikum Wien, ein überzeugendes Role Model. In ihrem Video anlässlich des Weltfrauentags spricht sie offen über ihren eigenen Weg in die Technik.

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Förderprogramme in Österreich

Förderprogramme erleichtern den Einstieg in technische Karrierewege. Viele Programme unterstützen Ausbildungen und Studium, aber auch Umschulungen, Neuorientierungen und Weiterbildungen. Ziel ist es, einen höheren Frauenanteil in Technik und Forschung zu erreichen.

Die wichtigsten Förderprogramme sind:

Starten Sie Ihr Studium an der FH Technikum Wien

Technische Berufe sind heute weit mehr als klassische Ingenieurarbeit. Gefragt sind Kreativität und eine Hands-on-Mentalität. Digitalisierung, KI und gesellschaftliche Zukunftsfragen brauchen Menschen, die technologische Entwicklungen aktiv mitgestalten wollen. Vor allem aber der Spaß an der Sache sollte im Vordergrund stehen.

Sie möchten mehr darüber erfahren und interessieren sich für ein Studium in Vollzeit oder begleitend zum Beruf an der FH Technikum Wien? Unsere Studienberatung informiert Sie gerne. Nehmen Sie noch heute Kontakt per Telefon, E-Mail, WhatsApp oder Signal auf.

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